Der Businessplan spiegelt das Gründungsvorhaben wieder

Am Anfang einer jeden Existenzgründung wird in der Regel die Erstellung eines Businessplanes stehen, denn er spiegelt das Gründungsvorhaben wieder.
Er ist notwendig für das Bankgespräch, wenn man Kredite braucht und dient z. B. auch als Basis für die Beurteilung der Geschäftsidee für die Agentur für Arbeit (Gründungszuschuss) bzw das Jobcenter (Einstiegsgeld). In diesen Fällen ist ein gründlich erarbeiteter  und auch für Außenstehende gut nachvollziehbarer Businesplan unerlässlich.

Aber selbst wenn man nicht auf externe “Geldgeber” angewiesen ist oder eher im kleinen Rahmen gründet, kann es nicht schaden, einen Businessplan zu erstellen.
Denn die bedeutendste Funktion des Businessplanes liegt vor allem darin:
Man wird frühzeitig „gezwungen“, sich mit allen wichtigen Aspekten der Gründung auseinanderzusetzen  (Idee, Kunden, Markt, Liquidität, Investition, Finanzierung, Marketing, Werbung, Kalkulation, Rentabilität, Tragfähigkeit) und muss dabei auch schon mal ins Detail gehen. Wie umfangreich, ist dann jedem selbst überlassen.

Dass ein Businessplan in der Folge Punkt für Punkt genau so umgesetzt wird wie aufgeschrieben, ist wohl eher die Ausnahme. In der Praxis zeigt sich oft, dass bestimmte Dinge nicht so schnell umzusetzen sind wie gedacht, einige Kosten gestiegen sind oder dass  Kunden doch anders reagieren als erwartet. Als Richtschnur aber kann und sollte er auf alle Fälle dienen.
Und eins ist sicher: Als Unternehmer oder Unternehmerin muss man auf Veränderungen schnell und flexibel reagieren können!

Wichtig: Wenn man einen Kredit aufnehmen will, muss der Businessplan die Geldgeber überzeugen – sowohl mit der Idee als auch mit konkreten Zahlen. Und wenn man nicht gerade kaufmännische Vorkenntnisse  hat, kann gerade der zweite Teil problematisch werden. Dann ist zu überlegen, ob man sich nicht externe Hilfe holen sollte, entweder schon bei der Erstellung des Planes, zumindest aber für dessen Begutachtung .
Aber: Den Businessplan einfach von einem „Außenstehenden“ erarbeiten zu lassen, ist natürlich bequem und einfach. Wirklich helfen kann der Bussinesplan jedoch nur, wenn man selber weiß, wie welche Zahlen zustande kommen und warum man diesen und nicht jenen Weg gewählt hat.
Deshalb ist hier eine enge Zusammenarbeit Voraussetzung für den Erfolg.

Im Internet findet man eine Vielzahl von Seiten, auf denen Hinweise und Tools für die Erarbeitung eines Businessplanes angeboten werden.

Gründer-MV.de z. B. bietet in der Rubrik „Gründungsfahrplan“ neben ausführlichen Erläuterungen u. a. einen detaillierten Muster-Businessplan als pdf-Datei an. Der hier entwickelte Geschäftsplan einer fiktiven Firma umfasst alle wesentlichen und notwendigen Bestandteile, die natürlich – je nach geplantem Unternehmen – für das eigene Konzept angepasst werden können bzw. müssen.  (Interessant und wichtig ist zu erfahren, was laut Bewertung eines Gutachters – auf den Seiten 24-25 des Musterbusinessplanes – noch ausbaufähig bzw. zu verbessern wäre. Denn die Sichtweise eines Außenstehenden ist oft anders als die eigene …)

Gründerzeiten BusinessplanAuch auf der Existenzgründerseite  des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie wird umfangreiches Wissen angeboten. Zusätzlich hat das Bundeswirtschaftsministerium seine Broschüre „GründerZeiten 07″ aktualisiert, die sich intensiv mit diesem Thema beschäftigt.