Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)

Wenn Sie gemeinsam mit einem oder mehreren Partnern gründen, können Sie eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) in Erwägung ziehen. Wie beim Einzelunternehmer haften die Gesellschafter in voller Höhe mit dem Privatvermögen.
Für die Gründung einer GbR gibt es keine großen Formalitäten, man könnte eine GbR sogar mündlich gründen. Dennoch ist es ratsam, einen schriftlichen Vertrag zu fassen, der die Kompetenzen der Gesellschafter beschreibt und auch die Beendigung der GbR regelt.
Die gesetzlichen Grundlagen einer  GbR sind in den §§ 705 ff. des Bürger­lichen Gesetzbuches geregelt.

Es ist kein Stammkapital erforderlich und auch ein Eintrag in das Handelsregister muss nicht erfolgen.
Anmeldungen müssen jedoch erfolgen beim: Gewerbeamt (außer als für Freiberufler laut § 18 EStG und Land, Forstwirte u. ä. laut § 13 EstG), Finanzamt, IHK bzw. HWK.

Bei jedem Gesellschafter fällt Einkommensteuer bzw. Körperschaftssteuer (juristische Person) an – jeweils mit Solidaritätszuschlag.
Auf Gesellschaftsebene sind zu zahlen: Gewerbesteuer (nicht für Freiberufler und Land- und Forstwirte), Umsatzsteuer, ggfls. Lohnsteuer.

Eventuell können die Regelungen für Kleingewerbetreibende  genutzt werden.
Erreicht das Unternehmen jedoch eine gewisse Größenordnung wird die Notwendigkeit einer kaufmännische Betriebsführung angenommen (Einzelfallprüfung, da keine festen Vorgaben) und es entsteht ohne weiteres Zutun „automatisch“ eine OHG. Diese ist eine kaufmännische geführte Personengesellschaft, die im Handelsregister eingetragen wird