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Daniel Krabbe im Gespräch mit GRUENDER-MV.DE
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Unter dem Dach des Bildungswerks der Wirtschaft betreuen Daniel Krabbe und Hannelore Möller das Informations- und Qualifizierungszentrum für Gründer und Gründerinnen mit Migrationshintergrund in Mecklenburg-Vorpommern. Das Projekt wird von der EU gefördert. GRUENDER-MV.DE Redakteurin Grit Gehlen traf sich mit Daniel Krabbe zum Interview.
Herr Krabbe, im bundesweiten Vergleich leben in Mecklenburg-Vorpommern recht wenig Migranten. Haben Sie trotzdem gut zu tun?
2006 haben wir zusammen mit dem Integrationsfachdienst Migration hier in Rostock das Projekt entwickelt. Damals haben wir uns nur auf Frauen, also Migrantinnen, konzentriert. Ein vergleichbares Projekt gab es zu dem Zeitpunkt bundesweit noch nicht. Das Angebot wurde gleich im ersten Jahr sehr gut angenommen. Wir hatten über 100 Teilnehmerinnen in unseren Existenzgründungskursen. Das waren damals allerdings hauptsächlich Vietnamesinnen.
Schon ein Jahr später haben wir das Informations- und Qualifizierungszentrum auch für Männer geöffnet, weil die Nachfrage so groß war.
Wie erfolgreich ist Ihr Engagement?
Wir sind sehr erfolgreich! Wir haben seit 2006 rund 250 Migrantinnen und Migranten in unseren Existenzgründungkursen begleitet. Rund 60 Prozent gründen danach ihr Unternehmen.
Übrigens, diese Kurse bieten wir flächendeckend in Mecklenburg-Vorpommern an. Also neben Rostock auch in Schwerin, Greifswald oder Neubrandenburg.
Sie sagten, anfangs haben Sie hauptsächlich Vietnamesen in den Existenzgründungskursen betreut. Wie „bunt“ sind die Seminargruppen heute?
Das hat sich nach und nach gewandelt. Mittlerweile sind unsere Kurse multikulturell. Wir haben viele Teilnehmer aus dem russischsprachigen Raum, aber auch aus Amerika, Griechenland, Afrika, Schweden. Im Schnitt sind diese Teilnehmerinnen und Teilnehmer so zwischen 25 und 50 Jahre alt.