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LeinenLos Gründermesse lockte viele Interessierte nach Rostock
Mehr als 250 Aussteller und Besucher tummelten sich gestern auf der LeinenLos Gründermesse. Ziel der Veranstalter war es, Aufmerksamkeit für die Gründerszene im Land zu schaffen und Beratungsangebote vorzustellen. Außerdem knüpften viele Gründungsinteressierte und Jungunternehmer fleißig Kontakte.
Im Gespräch mit Wirtschaftsminister Harry Glawe erzählte Existenzgründerin Stefanie Hinrichs stolz, dass sie jetzt nicht mehr auf Hartz 4 angewiesen ist. Als angestellte Masseurin verdiente sie so wenig, dass sie finanzielle Unterstützung vom Staat brauchte.

In Mecklenburg-Vorpommern ist rund jeder zehnte Erwerbstätige selbstständig. „Das ist eine vorzeigbare Quote, die ausbaubar ist“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe in seinem Grußwort zu Beginn der Messe. Daher wolle sein Ministerium bewährte Hilfen für Gründerinnen und Gründer beibehalten, wie beispielsweise den Bildungsscheck oder auch das Mikrodarlehen, die den Schritt in die Selbstständigkeit erleichtern.

Landesweit gibt es derzeit rund 9000 Unternehmen. Eines davon gehört seit acht Monaten Stefanie Hinrichs. Die junge Frau gründete im Mai 2011 ihre mobile Firma LOS Massagen. „LOS steht für Leben ohne Schmerzen“, erklärte sie Interessierten und später auch dem Wirtschaftsminister an ihrem Stand, den sie auf der Gründermesse aufgebaut hatte. Für Aufsehen sorgte die gelernte Masseurin und Bademeisterin mit ihrem mobilen Massagestuhl. Immer wieder forderte sie Interessierte auf, sich zu setzten und massieren zu lassen, was fast alle Angesprochenen gern annahmen. Währenddessen erklärte die 28-Jährige ihre Geschäftsidee: „Meine Zielgruppe sind vor allem Firmen. Es gibt Chefs, die buchen mich und bezahlen ihren Mitarbeitern die Massagen als Präventionsmaßnahme. Andere Chefs bezahlen zwar nicht, stellen ihre Mitarbeiter dafür aber für die Zeit der Massage frei von der Arbeit. Ich berate auch vor Ort, im Büro,  zu den Themen Sitzhaltung und Arbeitsplatzgestaltung.“

"Selbstständigkeit ist toll", sagt Gründerin Stefanie Hinrichs im Gespräch mit GRUENDER-MV.DE. "Ich bekomme ja mein Geld immer sofort und weiß abends wofür ich heute gearbeitet habe."

Ein Angebot, das offenbar gefragt ist bei Firmenchefs in und um Rostock und in Vorpommern. Stefanie Hinrichs hat so gut zu tun, dass sie schon kurz nach dem Start eine Mitarbeiterin einstellen konnte. Hier auf der Gründermesse wollte sie nun noch mehr Firmenchefs für ihr mobiles Angebot begeistern und tauschte fleißig Visitenkarten.

Ähnlich gut und besser lief es bei den anderen Jungunternehmern an den Nachbarständen.
Messeveranstalter Olaf Arndt von VIRTUS lächelte denn auch zufrieden, als er mit Wirtschaftsminister Harry Glawe eine Runde entlang der Stände drehte. Sein Ziel, Aufmerksamkeit für die Gründerszene zu schaffen und Gründungsinteressierten Beratungsangebote und -hilfen aufzuzeigen, war gelungen. Neben den Jungunternehmern waren beispielsweise auch Experten der IHK, des Landesförderinstituts, der Koordinierungsstelle für Unternehmensnachfolgen und Finanzdienstleister vor Ort.

Messen wie diese, sind die beste Gelegenheit für Gründungsinteressierte in kürzester Zeit einen guten Einblick in interessante Aspekte für ihr Vorhaben zu erhalten. Denn auf einer Existenzgründermesse lernen sie Neues und erfahren, worauf sie vor dem Start achten müssen.


Grit Gehlen

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