home | impressum | sitemap | e-mail | links | downloads | | schülerfirmen
gruender-mv
Fünf Erfolgskriterien eines Online-Shops
Im Internet gibt es zahlreiche Online-Shops. Jedoch sind viele Shops im Netz kaum zu finden. Andere haben ein ungünstiges Design oder vergraulen Kunden durch unvorteilhafte Bezahloptionen und Lieferzeiten. Wie ein Online-Shop zum Erfolg wird, verrät der Online-Shop-Betreiber Thobias Lewerentz.

Startseite klares Design:
Ein Online-Shop wirkt umso seriöser, je klarer und einfacher er strukturiert ist.
Bilder (2): Kristin Schröder

1. Design und Inhalte
Ein Besucher sollte sich möglichst intuitiv durch eine Internetseite klicken können. Was einfach klingt, ist harte Arbeit für Designer und Programmierer: Die Benutzerfreundlichkeit (Usability) muss stimmen. Darauf sollte eine Internetseite spätestens in der Beta-Phase getestet werden:

Werden die Erwartungen des Besuchers auf jeder Seite erfüllt?
Ist ihm stets klar, was er als Nächstes tun kann?
Findet er den "zurück"-Button immer an derselben Stelle?
Findet er auf jeder Seite zum Warenkorb bzw. zur Kasse?

Betreiber sollten sich am besten am Standard orientieren, zum Beispiel bei amazon.com oder bei zalando.de.

Der Aufbau einer Seite muss möglichst einfach sein. Bestimmte Farben sollten überlegt eingesetzt werden: Rote Überschriften sind unpassend, weil rot immer für Fehler steht. Dagegen stehen grüne Buttons immer für "go".

Eine andere Faustregel im Online-Handel: Je aussagekräftiger und größer die Fotos der Produkte, desto eher kaufen die Besucher. Bilder sollten deshalb vergrößerbar sein, die Ware reell darstellen und einen ordentlichen Hintergrund haben. Ist das Design klar und ordentlich, wirkt ein Online-Shop gleich viel seriöser.
Weiterhin wichtig ist, dass die Inhalte des Online-Shops immer aktuell gehalten werden: Werden Ostersachen zu Weihnachten verkauft, ist der Besucher schneller weg als der Betreiber gucken kann.

2. Technik
Online-Shop-Betreiber sollten eine skalierbare, also ausbaufähige Lösung wählen, wenn sie sich für ein Shop-System entscheiden: Kann der Shop um andere Sprachen oder Bezahlarten erweitert werden?
Außerdem muss die Technik beherrschbar sein. Ein wichtiges Kriterium: Betreiber müssen Änderungen kosteneffizient und schnell umsetzen können.
Mit Controlling-Tools wie Google Analytics lassen sich Zugriffe messen und analysieren. Das erhöht langfristig die Chancen des Shops. Die Datensicherheit des Kunden muss gewahrt bleiben: Kundendaten sollten nur verschlüsselt übertragen werden. Der Online-Shop sollte auch vor Ausfällen und gegen Angriffe von außen geschützt werden. System und Server müssen absolut einbruchssicher gestaltet werden.
Die Warenwirtschaft dient der eigenen Sicherheit von Online-Händlern. Sie behalten dadurch den Überblick darüber, was sie verdient haben, sowie darüber, welche Waren verkauft wurden und neu eingekauft werden müssen. In eine gute Warenwirtschafts-Software sollte viel Geld und Aufwand investiert werden. Lohnenswert sind etwa Programme mit vielen Automatisierungen. Durch sie können Shopbetreiber Statistiken auswerten, zum Beispiel der beliebtesten und unbeliebtesten Waren. Auch Steuererklärungen sind mit manchen Warenwirtschaftsprogrammen bereits möglich.

3. Vertrauen und Transparenz
Ein Besucher muss den Betreiber eines Online-Shops möglichst einfach kontaktieren können. Eine gut positionierte Kontaktmöglichkeit inklusive Telefonnummer auf jeder einzelnen Seite überfordert Kunden nicht, schafft aber Vertrauen und wirkt seriös. Weiterhin muss das Impressum schnell zu finden sein. Online-Händler sollten darauf achten, dass sie unter der angegebenen Telefonnummer erreichbar sind.
Heute unabdingbar im Internet: Kundenmeinungen und Bewertungen. Sie verschaffen Kunden die Möglichkeit, Feedback zu geben. Das fließt in viele Kaufentscheidungen mit ein. Auch für den Online-Händler haben Kundenmeinungen Vorteile: Durch sie wird schnell klar, wo die Seite optimiert werden muss. Ein kleines Risiko besteht allerdings: Manche Störenfriede sind an ehrlichen Meinungsäußerungen nicht interessiert, sondern treffen unangemessene und permanente Falschaussagen. Händler sollten auf solche Störenfriede schnell reagieren – sie aber nicht einfach ausschließen.
Auch Güte-Siegel schaffen Vertrauen zum Kunden, zum Beispiel von Trusted Shops. Sie sind leider nicht kostenlos, zahlen sich aber langfristig aus.

Kontaktdaten auf jeder Seite:
Einfacher für Verbraucher: die Kontaktdaten auf jeder einzelnen Seite des Onlineshops überfordern einen Kunden nicht, wenn sie dezent eingebaut werden.

4. Marketing und Suchmaschinenoptimierung
Wer einen Online-Shop betreibt, muss für Traffic sorgen. Dazu ist Aufwand nötig: Beispielsweise helfen redaktionelle Inhalte mit vielen Schlüsselwörtern, die regelmäßig aktualisiert werden sollten. Auf eine zu hohe Keyword-Dichte sollten Online-Shop-Betreiber aber auch verzichten, weil diese Artikel unseriös wirken und die Inhalte kaum noch erfasst werden können.
Insgesamt sollte die Seite reich bebilderte Inhalte aufweisen. Der Grund: Suchmaschinen durchforsten Seiten nach Bildern und Schlüsselwörtern. Ein Extra-Tipp: Die Formulierung "Sie können den Artikel xx kaufen" kommt bei Kunden besser an als die Formulierung "Wie bieten den Artikel xx" – der Kunde sollte stets im Vordergrund stehen.
Wichtig für genügend Traffic sind auch Links, die auf die Seite führen. Pressearbeit ist dabei ein Schlüssel zum Erfolg: Gelungene Presseartikel werden von den Redaktionen gern inklusive Verlinkung online gestellt. Eine andere Möglichkeit sind Downloads. Zum Beispiel können Online-Shop-Betreiber ein icon-Set als Original-Datei zur Verfügung stellen.
Auch kostenlose Inhalte mit hohem Nutzwert werden gerne verlinkt. Wie wäre es zum Beispiel mit einem PDF-Leitfaden "So kaufen Sie sicher im Internet ein", der gratis heruntergeladen werden kann? Wichtig dabei: Mehrwert bieten!
Für Suchmaschinen sind Blogs rein technisch interessant. Die dort eingestellten Artikel sollten kreativ und innovativ sein – ein inhaltsloser Blog nur für die Suchmaschinen ist eine Fehlentscheidung. Gut kommen authentische Inhalte von Online-Shop-Betreibern an, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben.
Daneben funktionieren auch die guten alten Einträge in Branchenverzeichnissen.

5. Verhältnis zum Hersteller
Das Verhältnis zwischen Händlern und Herstellern ist ebenso wichtig wie das Verhältnis zwischen Händlern und Kunden. Folgende Fragen sollten sich Shop-Betreiber stellen, bevor sie mit einem Hersteller zusammenarbeiten: Kann ich jederzeit beim Hersteller anrufen? Ermöglicht er mir bessere Konditionen bei größeren Bestellungen? Leistet er Zuarbeit? Hält er Lieferzeiten ein? Ist er auch in Zukunft lieferfähig?

Kristin Schröder


Suche
TERMINE
6. Februar 2012
Greifswald. Unterrichtung zum Betreiben einer Schank- und Speisewirtschaft
7. / 9.  und  14. Februar 2012
Seminar für Existenzgründer/innen in Strasburg
7. Februar 2012
Schwerin: Beratungssprechtag zur Unternehmensfinanzierung
7. Februar 2012
Rostock: Erfolgreiches Marketing für Existenzgründer
Haftungsausschluss: Der Inhalt der Website ist nach bestem Wissen und Kenntnisstand erstellt worden
Die Komplexität und der ständige Wandel der Rechtsmaterie machen es notwendig, Haftung und Gewähr auszuschließen
Die Inhalte ersetzen auch keine individuelle Beratung
Gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Ministeriums
für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern