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Startseite klares Design: Ein Online-Shop wirkt umso seriöser, je klarer und einfacher er strukturiert ist. Bilder (2): Kristin Schröder
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1. Design und Inhalte
Ein Besucher sollte sich möglichst intuitiv durch eine Internetseite klicken können. Was einfach klingt, ist harte Arbeit für Designer und Programmierer: Die Benutzerfreundlichkeit (Usability) muss stimmen. Darauf sollte eine Internetseite spätestens in der Beta-Phase getestet werden:
Werden die Erwartungen des Besuchers auf jeder Seite erfüllt?
Ist ihm stets klar, was er als Nächstes tun kann?
Findet er den "zurück"-Button immer an derselben Stelle?
Findet er auf jeder Seite zum Warenkorb bzw. zur Kasse?
Betreiber sollten sich am besten am Standard orientieren, zum Beispiel bei amazon.com oder bei zalando.de.
Der Aufbau einer Seite muss möglichst einfach sein. Bestimmte Farben sollten überlegt eingesetzt werden: Rote Überschriften sind unpassend, weil rot immer für Fehler steht. Dagegen stehen grüne Buttons immer für "go".
Eine andere Faustregel im Online-Handel: Je aussagekräftiger und größer die Fotos der Produkte, desto eher kaufen die Besucher. Bilder sollten deshalb vergrößerbar sein, die Ware reell darstellen und einen ordentlichen Hintergrund haben. Ist das Design klar und ordentlich, wirkt ein Online-Shop gleich viel seriöser.
Weiterhin wichtig ist, dass die Inhalte des Online-Shops immer aktuell gehalten werden: Werden Ostersachen zu Weihnachten verkauft, ist der Besucher schneller weg als der Betreiber gucken kann.
2. Technik
Online-Shop-Betreiber sollten eine skalierbare, also ausbaufähige Lösung wählen, wenn sie sich für ein Shop-System entscheiden: Kann der Shop um andere Sprachen oder Bezahlarten erweitert werden?
Außerdem muss die Technik beherrschbar sein. Ein wichtiges Kriterium: Betreiber müssen Änderungen kosteneffizient und schnell umsetzen können.
Mit Controlling-Tools wie Google Analytics lassen sich Zugriffe messen und analysieren. Das erhöht langfristig die Chancen des Shops. Die Datensicherheit des Kunden muss gewahrt bleiben: Kundendaten sollten nur verschlüsselt übertragen werden. Der Online-Shop sollte auch vor Ausfällen und gegen Angriffe von außen geschützt werden. System und Server müssen absolut einbruchssicher gestaltet werden.
Die Warenwirtschaft dient der eigenen Sicherheit von Online-Händlern. Sie behalten dadurch den Überblick darüber, was sie verdient haben, sowie darüber, welche Waren verkauft wurden und neu eingekauft werden müssen. In eine gute Warenwirtschafts-Software sollte viel Geld und Aufwand investiert werden. Lohnenswert sind etwa Programme mit vielen Automatisierungen. Durch sie können Shopbetreiber Statistiken auswerten, zum Beispiel der beliebtesten und unbeliebtesten Waren. Auch Steuererklärungen sind mit manchen Warenwirtschaftsprogrammen bereits möglich.
3. Vertrauen und Transparenz
Ein Besucher muss den Betreiber eines Online-Shops möglichst einfach kontaktieren können. Eine gut positionierte Kontaktmöglichkeit inklusive Telefonnummer auf jeder einzelnen Seite überfordert Kunden nicht, schafft aber Vertrauen und wirkt seriös. Weiterhin muss das Impressum schnell zu finden sein. Online-Händler sollten darauf achten, dass sie unter der angegebenen Telefonnummer erreichbar sind.
Heute unabdingbar im Internet: Kundenmeinungen und Bewertungen. Sie verschaffen Kunden die Möglichkeit, Feedback zu geben. Das fließt in viele Kaufentscheidungen mit ein. Auch für den Online-Händler haben Kundenmeinungen Vorteile: Durch sie wird schnell klar, wo die Seite optimiert werden muss. Ein kleines Risiko besteht allerdings: Manche Störenfriede sind an ehrlichen Meinungsäußerungen nicht interessiert, sondern treffen unangemessene und permanente Falschaussagen. Händler sollten auf solche Störenfriede schnell reagieren – sie aber nicht einfach ausschließen.
Auch Güte-Siegel schaffen Vertrauen zum Kunden, zum Beispiel von Trusted Shops. Sie sind leider nicht kostenlos, zahlen sich aber langfristig aus.