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16. Das Bankgespräch

Am Anfang hatte ich das Gefühl, dass das Bankgespräch ein wenig spät kommt. Warum sollte ich denn erst alles ausarbeiten und mir so viele Gedanken machen, wenn fraglich ist, ob ich überhaupt Geld bekomme.

Mein Berater hat mich dann gefragt, warum mir meine Bank denn Geld gebe solle, wenn ich (als zukünftiger Unternehmer) mir noch nicht einmal genau überlegt habe, was ich meinen Kunden anbieten will und wie ich Kunden gewinnen will.

Außerdem möchte der Banker ja nicht nur plaudern, sondern gerne Fakten sehen und sich einen fundierten Eindruck von mir als Gründerpersönlichkeit und meinem Vorhaben machen.
Halbe Sachen können nicht überzeugen und bringen einen nur in Bedrängnis und in Argumentationsnot. Andererseits sollte man den Banker auch nicht vor vollendete Tatsachen stellen. Beispiel: „ Ich habe die Hallen bereits gekauft und möchte nur noch schnell eine Finanzierung.“

Mir hat meine Planungsrechnung, die ich komplett selber durchgeführt habe, sehr geholfen. Ich konnte auf alle „Wenns“ und „Aber“ gut reagieren und der Banker hat gemerkt, dass ich mich persönlich mit dem ganzen Zahlenmaterial auseinander gesetzt habe. An meinen kaufmännischen Fähigkeiten hat er daraufhin jedenfalls nicht gezweifelt.

Besonders nützlich war auch eine Kurzfassung von meinem Businessplan. Hier konnte er sich besonders schnell ein Bild
über mein Vorhaben machen.

Das größte Problem sah die Bank in meiner Branche. Die Baubranche boomt ja nicht gerade in Mecklenburg-Vorpommern. Das gleiche Problem übertrug der Banker dann auch auf die Heizungsbranche. Es war schon ein schönes Stück Arbeit, ihn von meiner Idee zu überzeugen. Schließlich sah er doch eine gewisse Chance darin, daß ich mich als Spezialist für Öko-Heizungen etablieren könnte. Laut seiner Aussage hätte er für einen 08/15 Heizungsbauer möglicherweise keinen Kredit bewilligt. – So hat mir meine ausgefeilte Marketingkonzeption zu einem Kredit verholfen.

     
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