„Facebook, XING, Twitter & Co. – Social Media für mein Unternehmen?“

In GründerTipp by @sys

„Facebook, XING, Twitter & Co. – Social Media für mein Unternehmen?“

Das Thema „Social Media“ ist im Alltag der Kunden angekommen. Immer mehr Kunden erwarten nun, dass die Unternehmen ebenfalls auf den verschiedenen Plattformen präsent sind. Zahlreiche Selbstständige sind jedoch immer noch unsicher, mit welchen dieser sozialen Netzwerke, warum und auf welche Weise sie sich auseinander setzen sollen. Gabriel Rath vom Rostocker Unternehmen unitask solutions klärte interessierte Unternehmerinnen kürzlich in Schwerin beim IHK-Stammtisch über Facebook, Twitter und Co auf. Dort traf ihn auch GRUENDER-MV.DE

Gabriel Rath ist viel in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs und berichtet von Trends und Fakten im Social Media Bereich.

Herr Rath, wie gut sind Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern in den sozialen Netzwerken vertreten? Was ist Ihr Eindruck?

Ich denke, viele Unternehmen haben den Anfang gemacht und sich mittlerweile mit den wichtigsten social networks wie Facebook und Youtube beschäftigt. Die gößeren Unternehmen sind in vielen Fällen bereits mit einer Unternehmensseite bei Facebook vertreten. Viele kleinere Unternehmen zögern noch etwas, da sie den Aufwand fürchten. Ich sage meinen Kunden immer: Sich mit dem eigenen Marketing zu beschäftigen, ist eine Investition, die sich vielfach lohnt. Es ist heutzutage unglaublich wichtig, neben der Website auch weitere Kanäle zu bedienen. Es gehört eigentlich schon zum guten Ton. Nur wer noch nicht dabei ist, fällt auf.
Auf unserer Seite (http://orb-it.de/Internet/Social_Media_Marketing) vermitteln wir einen Überblick über die wichtigesten Ziele, die man mit Social Media erreichen kann.

Wie wichtig ist beispielsweise ein Facebook-Auftritt für Gründer?

Eine Facebook-Seite sollte eine Selbstverständlichkeit für Gründer sein.
Sie ist die beste Möglichkeit, kostensparend mit der Zielgruppe in Kontakt zu kommen und dabei auch noch Branding zu betreiben. Es geht um relevante Inhalte, die man als Gründer anbieten kann, um seinen Bekanntheitsgrad aufzubauen. Wir sprechen ja heute auch von Content Marketing, getreu dem Motto: Wissen verschenken und Können verkaufen. Dazu eigenet sich eine eigene Facebook-Seite hervorragend. Und man kann über das Handy natürlich wunderbar bequem alles kontrollieren. Was will man mehr als Gründer!?

In den sozialen Netzwerken sind ja „Menschenmassen“ unterwegs. Wie findet man „seine“ Kunden und Geschäftspartner?

Die Frage ist eher: Wie wird man gefunden? Man kann Inhalte posten, die einen Mehrwert bieten, also Problemlösungen darstellen. So etwas wird sehr gerne geteilt und erreicht so die richtigen Leute. Außerdem kann ich natürlich Anzeigen bei Facebook schalten und diese ziemlich genau aussteuern, so dass die richtigen User von meiner Facebook-Page erfahren. „Kunden“ sind bei Facebook auch erst einmal nur privat unterwegs, erfahren aber von mir, wenn ich oft hochwertigen Content veröffentliche. Ich muss natürlich auch am Ball bleiben und die eigene Werbetrommel rühren. Zum Beispiel kann man die Adresse seine Facebook-Seite schön in der E-Mail-Signatur integrieren oder auf der Website mit Icons dahin verlinken.

Welche Plattform würden Sie wofür bevorzugen?

Facebook ist das größte Netzwerk, in dem man nur auffällt, wenn man kurzweilige Inhalte teilt. Dazu gehören Bilder und kurze Texte, gerne auch Videos. Man kann sich sehr vielfältig darstellen, die Möglichkeiten nutzen, die einem in der Timeline geboten werden. Auch Interaktion mit der eigenen Anhängerschaft ist hier sehr gut möglich. Infotainment ist das Stichwort. Bei Twitter geht es zum Beispiel eher um kurze und knackige Botschaften, die wir versenden können. Gerade im Bereich B2B eigenet sich Twitter sehr gut. Es geht hierbei mehr um relevante Informatioen als um Unterhaltung. YouTube ist natürlich als Videonetzwerk für alle Unternehmen spannend. Die zweitgrößte Suchmaschine der Welt bietet mittlerweile sogar Bearbeitungsfunktionen für die eigenen Videos.

Haben Sie ein Beispiel für uns, wie und womit man beispielsweise als Floristin oder als Ingenieurbüro auf Facebook für Aufmerksamkeit sorgen könnte?

Als Floristin könnte man wunderbar farbenfrohe Fotos der Blumensträuße posten, die man verkauft. Hier eignen sich viele Anlässe, die es im Jahr gibt, wie zum Beispiel der Valentinstag, um ein Gewinnspiel durchzuführen. Man muss den Fans schon etwas bieten. Blumen sind sehr schön positiv und damit prinzipiell super für Facebook geeignet.
Als Ingenieurbüro hat man eventuell schon einige spannende Projekte umgesetzt, die man mit Bildern oder auch kurzen Videos ideal vorstellen könnte, um die eigene Kompetenz zu beweisen. Dazu würde ich auch die Mitarbeiter des Büros zeigen und so die Firma „anfassbar“ machen. Man sollte auch einfach mal schauen, was andere Unternehmer der eigenen Branche bei Facebook auf die Beine gestellt haben.


Beim Unternehmerinnenstammtisch im April in der IHK zu Schwerin stieß das Thema Social Media auf reges Interesse.

Viele Gründer haben Sorge, dass die sozialen Netzwerke  zu viel Zeit rauben. Aus Ihrer Erfahrung: Mit wie vielen Kommentaren und Anfragen sollte man täglich oder wöchentlich rechnen?

Das hängt von vielen Faktoren ab. Wie lange bin ich schon mit einem Profil aktiv? Wie oft veröffentliche und kommentiere ich? Um was für ein Thema geht es auf meiner Seite?
Unter dem Strich gilt: Interaktion ist absolut positiv. Solange man innerhalb von 24 Stunden antwortet ist auch alles im grünen Bereich. Es muss also niemand „permanent eingloggt“ sein. Man sollte sich einfach ein-zwei Mal am Tag seine Page ansehen und reagieren. In den meisten Fällen halten sich die Interaktionen bei kleineren Unternehmen dann auch eher im Rahmen.

Bei unserem neuen Website-Baukasten www.hypezeit.de versuchen wir zum Beispiel gerade eine Community aufzubauen. Dort können sich unsere User und Kunden auch austauschen und weiterhelfen, ohne dass wir uns immer einmischen müssen. Das hat ja auch Vorteile 😉

Was macht Unitask Solutions auf Facebook und was auf Xing?

Wir nutzen Facebook, um uns als modernes und lebendiges Startup zu präsentieren. Wir wollen auch als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen werden, weil wir ständig Leute suchen, die wir einstellen können, zum Beispiel Web-Entwickler und Web-Designer. Bei Xing sieht es ähnlich aus. Wir wollen „sichtbar“ werden, wie man so schön sagt.

Herr Rath, Sie sind öfter im Land unterwegs und halten Vorträge zum Thema Social Media. Wo und wann stehen die nächsten Termine an?

Am 14. Mai halten wir zusammen mit der IHK Rostock einen Workshop zum Thema „Der professionelle Online-Auftritt. Wie Sie mit einer Website und dem richtigen Einsatz von Social Media mehr verkaufen“. Weitere Termin finden Sie zum Besipiel auf unserer Facebook-Seite www.facebook.com/unitasksolutions oder auf der Seite meines persönlichen Blogs www.gabrealness.wordpress.com

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