Camping in Deutschland: Bestes Halbjahresergebnis seit 23 Jahren

Camping in Deutschland hat weiterhin Konjunktur: Im ersten Halbjahr 2015 gab es rund 9,5 Millionen Übernachtungen auf deutschen Campingplätzen. Damit stieg die Zahl der Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum laut Statistischem Bundesamt um 0,4 Prozent leicht an.

Das ist die beste Halbjahresbilanz seit 1992 und seit es vergleichbare Ergebnisse für den gesamten Deutschlandtourismus gibt. „Das Naturgefühl beim Camping kommt gut an und lockt vermehrt neue Zielgruppen auf die Plätze“, sagte Reinhard Meyer, Präsident des Deutschen Tourismusverbandes e.V. (DTV). „Die Campingplatzbetreiber setzen dabei zunehmend auf Komfort und erweitern das Angebot: Das Übernachten in festen Mietunterkünften wie Mietwohnwagen oder Schlaffässern wird immer populärer. Sauna- oder Grillhütten gehören zunehmend zur Platzausstattung“, erläuterte Meyer die Entwicklung. Camping

In Deutschland gibt es derzeit rund 2.900 Campingplätze mit mindestens zehn Stellplätzen. Am beliebtesten sind Süddeutschland und die Küstenländer: In Mecklenburg-Vorpommern, Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein finden mehr als zwei Drittel der Übernachtungen statt. Die ausländischen Campinggäste kamen im ersten Halbjahr hauptsächlich aus den Niederlanden, gefolgt von der Schweiz und Belgien. Der Großteil der Gäste kommt allerdings aus Deutschland: Rund 87 Prozent der 9,5 Millionen Übernachtungen gingen auf deutsche Camper zurück. Für das Gesamtjahr geht die Branche von einem weiteren Wachstum gegenüber 2014 aus.

Auch außerhalb der Campingplätze tut sich was: Das Wohnmobil wird immer präsenter. Private und kommunale Anbieter weisen zunehmend Stellplätze aus, die über das reine Parken hinausgehend auch Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten bieten.

Print Friendly, PDF & Email