Start-ups

Nachwuchs für Mittelstand-Chefsessel fehlt

Das Interesse daran, sich selbstständig zu machen, ist hierzulande auf einen neuen Tiefpunkt gesunken. Der aktuelle Gründerreport des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) liefert nach Einschätzung von DIHK-Präsident Eric Schweitzer einen „beunruhigenden Befund“.

Die aktuelle Umfrage, die auf den Erfahrungen der Existenzgründungsberater aus den 79 Industrie- und Handelskammern (IHKs) beruht, weist für das Jahr 2015 nur noch 205.630 Einstiegsgespräche und Gründungsberatungen aus. Das bedeutet ein Minus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr und den vierten Negativrekord in Folge.

„Vor zwölf Jahren haben sich noch doppelt so viele Gründungsinteressierte an die IHKs gewandt“, so Schweitzer. „Diese Entwicklung beunruhigt mich, zumal viele neue Selbstständige schlecht vorbereitet an die Sache herangehen. Die Gefahr des Scheiterns ist damit groß.“

So hätten sich weniger als zwei Drittel der Gründer ausreichend Gedanken über den Kundennutzen ihrer Idee gemacht. „Neues unternehmerisches Potenzial konnten wir in Deutschland in den letzten Jahren kaum erschließen“, bedauerte der DIHK-Präsident.

„Zudem kann eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch Eltern helfen, Gründungsprojekte zu verwirklichen. Insbesondere bei den Frauen sehen die IHKs großes Potenzial für erfolgreiche Gründungen.“

Sie finden den aktuellen DIHK-Gründerreport zum Download hier.

Und hier hilfreiche Förderprogramme – von der Weiterbildung, über Zuschüsse bis zu Förderkrediten – für angehende Gründer: https://www.gruender-mv.de/foerderwegweiser/

 

6.6.2016

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