Handwerk

Verbraucherschlichtung: Das ist ab sofort Pflicht

Seit dem Vorjahr gibt es ein neues Schlichtungsverfahren. Seit 1. Februar 2017 müssen viele Handwerksbetriebe darum ihre Webseiten und AGB anpassen – wer das nicht macht, riskiert eine Abmahnung.

Alle Handwerksbetriebe müssen Privatkunden seit 1. Februar über Schlichtungsmöglichkeiten im Streitfall informieren, das schreibt das Verbraucherstreitbeilegungsgesetz vor. Für Betriebe mit mehr als 10 Mitarbeitern ändert sich noch mehr, informiert das Handwerksportal www.handwerk.com.

Die Teilnahme an Verbraucherstreitschlichtungsverfahren ist für Handwerksbetriebe grundsätzlich freiwillig.

Eine Einigung soll das Verfahren innerhalb von 90 Tagen herbeiführen. Allerdings können Betriebe und Verbraucher das Schlichtungsverfahren jederzeit abbrechen und den Rechtsweg bestreiten.

Die Kosten der Schlichtung, zwischen 50 und maximal 600 Euro, zahlt immer der Betrieb.

Zum 1. Februar sind § 36 und 37 des Verbraucherstreitbeilegungsgesetzes in Kraft getreten. Handwerksbetriebe, die auf der sicheren Seiten stehen wollen, sollten deshalb reagieren, rät www.handwerk.com.

Diese Pflichten haben Betriebe mit mehr als 10 Mitarbeitern:

Sie müssen auf ihrer Website und in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen angeben, ob sie bereit sind, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

Sind Betriebe bereit, an Streitbeilegungsverfahren teilzunehmen, haben sie eine weitere Pflicht: Sie müssen auch auf die zuständige Verbraucherschlichtungsstelle hinweisen – für das Handwerk ist das die Allgemeine Schlichtungsstelle des Zentrums für Schlichtung in Kehl am Rhein. Dabei müssen die Angaben zwingend die Anschrift und die Webseite der Schlichtungsstelle im Impressum und den Allgemeinen Geschäftsbedingungen aufführen.

Mehr Infos gibt es hier.

Quelle: www.handwerk.com

02/02/2017

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