Aquacopa

Aquacopa: Fischfutter en gros und en détail

In Gründer aus MV by Ralph Schipke

In Teterow (Landkreis Rostock) hat das Startup Aquacopa vor einem Jahr begonnen, winzige Ruderfußkrebse als Fischfutter zu züchtet. Die Gründer Dr. Hanno Bährs und Matthias Krey bekamen von Agrarminister Till Backhaus (SPD) einen Fördermittelbescheid über knapp 67 000 Euro für den weiteren Ausbau ihrer Fischfutterzucht überreicht. Das Geld kommt vom Land und aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds. Die Gründeridee von Bährs und Krey ist eine erste kommerzielle Aufzucht sogenannter Copepoden. Diese auch als Urzeitkrebse bekannten Kleinstlebewesen im Wasser sind unter anderem für die Ernährung von Zanderbrut zwingend notwendig.

Aquacopa will das selbst erdachte Verfahren zur intensiven Aufzucht von Lebendfischfutter weiter entwickeln. Damit nehme das Unternehmen eine Vorreiterrolle ein und werde die Aquakultur um die natürliche Fütterung bereichern und vorantreiben, so Minister Backhaus. Bis Anfang 2019 soll am Teterower Koppelberg erstmalig in Deutschland eine kommerziell erfolgreiche Aufzucht von winzig kleinen Ruderfußkrebsen aufgebaut sein.

Manche Aquarianer züchten ihr lebendes Phytoplankton selber, um ihr Aquarium mit Mikroalgen bester Qualität zu versorgen. Doch dies erfordert viel Wissen und Zeit, weiß der Biologe Hanno Bährs.  Sie seit kurzem können sie jetzt bequemer dafür „Copagreen“ aus Mecklenburg nutzen. Die Gründer bieten ihre Produkte – wertvolles, nährstoffreiches und lebendes Phytoplankton – seit einigen Wochen im eigenen Onlineshop an. Außerdem werden die Mikroalgen in der eigenen Mini-Krebsaufzucht verfüttert.

In Mecklenburg-Vorpommern erlangt die Aquakultur eine immer größere Bedeutung. So wurden seit 2000 insgesamt 22 Vorhaben mit insgesamt über 6,7 Mio. € gefördert. Ziel ist es, die Aufzucht von Fischen in Kreislaufanlagen und Teilkreislaufanlagen wissenschaftlich fundiert zu erproben und zu entwickeln.

Durch diese Bemühungen konnte sich in den vergangenen Jahren eine vielversprechende Infrastruktur im Bereich der Aquakultur entwickeln, so dass Produzenten, Verarbeiter und Forschungseinrichtungen erfolgreich zusammenarbeiten können. Diese Infrastruktur, vor allem die Forschungseinrichtungen, zieht auch neue Investoren, wie die Aquacopa GmbH an.

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