Live-Kommunikation

Live-Kommunikation von Start-Ups

In GründerNews, GründerThemen by Ralph Schipke

Setzen Start-Ups Instrumente der Live-Kommunikation ein oder nicht? Wenn ja, weshalb und wie erfolgt der Einsatz? Mit welchen Zielen, welchen Herausforderungen und Schwierigkeiten, welchem Erfolg? Wenn nein, weshalb nicht?

Im Rahmen der Studie werden Start-Ups – analog zur Start-Up-Definition des Deutschen Start-Up Monitors – abgegrenzt als Unternehmen, die:

  •  jünger sind als 10 Jahre
  • innovative Produkte, Technologien und/oder Geschäftsmodelle haben
  • (Mitarbeiter- und/oder Umsatz-) Wachstum anstreben

Live-Kommunikation wird verstanden als die Instrumente im Marketing- oder Kommunikationsmix der Unternehmen, bei denen Live und Face-to-Face mit der Zielgruppe kommuniziert wird.

Im Wesentlichen sind dies zum Beispiel:

  • Messen
  • Ausstellungen
  • Events
  • Sponsoringaktivitäten (auf Veranstaltungen)
  • Promotionaktivitäten (Live und Face-to-Face)
  • Diverse Veranstaltungen und Veranstaltungsformate

Start-Ups verfügen über innovative Technologien, neue Geschäftsmodelle oder bieten innovative Produkte und Dienstleistungen an. Aufgrund des jungen Alters der Unternehmen (von bis zu 10 Jahren) sind Zielgruppen oft noch nicht vollständig erschlossen, das Image noch im Aufbau, der Bekanntheitsgrad noch nicht groß genug oder die Botschaft noch nicht an alle Rezipienten kommuniziert. Aus diesen Gründen, vor allem aber, da in vielen Fällen die Zielgruppe die Leistungen und Produkte des Unternehmens nicht kennt müsste sich der Einsatz von Instrumenten der Live-Kommunikation gerade für Start-Ups besonders eignen. Auf Messen, Ausstellungen und Events können die Produkte und Leistungen multisensual erfahrbar und erlebbar gemacht werden und durch die persönliche Kommunikation eine authentische und intensivere Kontaktaufnahme zur Zielgruppe erfolgen. Dem gegenüber steht ein hoher Einsatz an personellen, zeitlichen und finanziellen Ressourcen die aufgebracht werden müssen, um erfolgreiche Live-Kommunikation betreiben zu können.

Forschungsdesign

Um erste Erkentnisse zum Thema und den entsprechenden Fragestellungen zu erlangen wurde eine qualitative Vorstudie durchgeführt. In dieser wurden verschiedene Start-Ups (unterchiedliche Branchen, Größen, Ziele, Zielgruppe, Produkte…) zu deren Kommunikationsverhalten und zum Einsatz der Live-Kommunikation befragt. Diese Vorstudie bildet die Grundlage für die Hauptstudie, welche als Online.Befragung durchgeführt wird. Eine entsprechende Literaturarbeit, bgleitet sowohl die Vor- als auch die Hauptstudie.
Das Forschungsvorhaben ist insgesamt als explorative Forschung ausgelegt, da bisher noch keine Studien bzw. keine wissenschaftlichen Erkentnisse zum Einsatz der Live-Kommunikation bei Start-Ups vorhanden sind.

Mögliche Erkenntnisse

  • In Branche A wird mehr Live-Kommunikation eingestzt als in Branche B
  • Start-Ups die Produkt A anbieten haben einen anderen Ressourceneinsatz in der Kommunikation als Start-Ups mit Produkt B
  • Die Kommunikationsinstrumente A und B sind für Start-Ups attraktiver als die Instrumente C und D
  • Start-Ups sehen beim Einsatz der Live-Kommunikation besondere Herausforderungen
  • Start-Ups setzen die Liv-Kommunikation vor allem mit folgenden Zielen ein und sehen entsprechende Chancen
  • Die Start-Ups, die keine Live-Kommunikation einsetzen haben folgende Gründe

Mögliche Implikationen für die Praxis

In der Praxis können die Erkenntnisse genutzt werden, um zukünftig noch besser auf Start-Ups und deren Anliegen eingehen zu können. So könnten auf Seiten von Wirtschaftsförderung, Kammern, Verbänden, Kommunen oder Veranstaltern neue Angebote etabliert, neue Veranstaltungsformate entwickelt oder entsprechende Unterstützung für Start-Ups angeboten werden.

Link zur Befragung

Die Befragung ist unter folgendem Link bis zum 31.07.2017 abrufbar:
https://www.soscisurvey.de/startupkommunikation/

Weitere Informationen
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Patrick Haag:
Patrick.haag@s2015.tu-chemnitz.de

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