Digital im Alter

Ministerpräsidentin will zwei Start-up-Zentren im Land schaffen

In GründerNews by Ralph Schipke

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) erklärt in einem Interview mit der Rostocker Ostseezeitung, wie sie die Wirtschaft ankurbeln und speziell für Gründerinnen und Gründer im Nordosten bessere Bedingungen schaffen will. In den beiden Universitätsstädten Rostock und Greifswald sollen viele Startups angesiedelt werden, kündigte sie an.

Auf die Frage, was ein großes Unternehmen anlocken soll, und wie der Rückstand bei der Digitalisierung in MV aufgeholt werden könne, antwortete die Regierungschefin: „Natürlich müssen wir bei der Digitalisierung schneller vorankommen. Wir werden für die Wirtschaft viel schnellere Glasfaser-Netze brauchen. Deshalb werden wir mit der neuen Bundesregierung über ein neues Programm verhandeln. Und wir wollen auch hier im Land die Digitalisierung voranbringen. Ich habe ein 10-Millionen-Programm für Digitalisierung angekündigt. Wir wollen kleine und mittlere Firmen unterstützen, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen. Und ich möchte Neugründungen, Start-ups fördern. Dazu werden wir zwei Zentren für digitale Unternehmen aufbauen.“ Wo die beiden Start-up-Zentren im Land angesiedelt werden sollen, hatte Manuela Schwesig auch sofort parat. In den Universitäts- und Hansestädten Rostock und Greifswald.

In Greifswald schreiten bereits Planungen für den Bau eines Forschungs- und Gründerzentrums für Bioökonomie und Plasmatechnologie zügig voran. Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) übergab vor wenigen Tagen den Förderbescheid für den Bau an die Stadt, der insgesamt rund 32 Millionen Euro kosten wird. In dem Zentrum für Life Science und Plasmatechnologie können künftig Unternehmen der Bioökonomie und Plasmatechnologie forschen und Produkte bis zur Marktreife entwickeln. Etwa 240 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. Das Gebäude soll 2020 fertiggestellt sein. Das Wirtschaftsministerium fördert den Bau eigenen Angaben zufolge mit 16, 45 Millionen Euro.

Bereits in ihrer Regierungserklärung im Juli  kündigte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) ein Zehn-Millionen-Euro-Programm für die Digitalisierung der Wirtschaft im Land an. Nach dem Vorbild der Technologie- und Gründerzentren sollen Zentren für digitale Startups aufgebaut werden, sagte Schwesig in ihrer ersten Regierungserklärung im Schweriner Landtag. Außerdem sollen kleine und mittlere Unternehmen auf dem Weg ins digitale Zeitalter begleitet werden.

Quelle: Ostseezeitung, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit
10/09/2017

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