kurzfristige Minijobs

Kurzfristige Minijobs – Vorteile für beide Seiten

In GründerThemen by Barbara Behr

Nicht nur, aber gerade in der Vorweihnachtszeit könnten viele Unternehmen zusätzliche Helfer gut gebrauchen.
Da bietet sich die Einstellung von Arbeitnehmern über kurzfristige Minijobs an – zumal die Bedingungen für diese Minijobber auch  besonders gut sind.

Denn anders als bei einem 450-Euro-Minijob können Aushilfen bei einem kurzfristigen Minijob so viel verdienen, wie sie möchten.
Und die Arbeitgeber profitieren von geringen Sozialabgaben für kurzfristige Minijobber.

Wann liegt ein kurzfristiger Minijob vor?
  • Entscheidend ist ausschließlich die zeitliche Befristung. Ein kurzfristiger Minijob liegt vor, wenn dieser von Beginn an für längstens drei Monate oder 70 Arbeitstage im Kalenderjahr vereinbart wird.
  • Die Höhe des monatlichen Verdienstes spielt keine Rolle und ist nach oben nicht begrenzt. Es gelten natürlich auch hier die Regelungen zum Mindestlohn.

 

Wichtig ist, dass der Arbeitnehmer nicht berufsmäßig beschäftigt ist. Dies muss der Arbeitgeber vor Beginn der Beschäftigung klären. Auf den Internetseiten der Minijob-Zentrale findet  man neben weiteren Informationen zur Berufsmäßigkeit auch eine Checkliste zur Prüfung.

Welche Vorteile hat der Arbeitgeber eines kurzfristigen Minijobbers?

Der Arbeitgeber profitiert von einem schnellen und flexiblen Einsatz seiner Aushilfe. Mit einem kurzfristigen Minijobber kann er die Arbeitsspitzen in der Weihnachtszeit auffangen. Der Arbeitgeber zahlt für kurzfristige Minijobber keine Sozialversicherungsbeiträge. An die Minijob-Zentrale muss er nur die Umlagen zur Arbeitgeberversicherung und die Insolvenzgeldumlage abführen. Zudem fallen Unfallversicherungsbeiträge an, die der Arbeitgeber aber gesondert an den zuständigen Unfallversicherungsträger zahlen muss.

Welche Vorteile gibt es für den kurzfristigen Minijobber?

Für den kurzfristigen Minijobber fallen keine Sozialabgaben an. Dies gilt auch dann, wenn er z. B. bereits in Vollzeit beschäftigt ist. Ein kurzfristiger Minijob kann auch neben einem 450-Euro-Minijob ausgeübt werden. Gerade in der Weihnachtszeit ist der kurzfristige Minijob eine lukrative Möglichkeit, sich etwas hinzuzuverdienen.

Wie muss der Verdienst versteuert werden?

Der Verdienst aus einem kurzfristigen Minijob ist steuerpflichtig und muss dem zuständigen Betriebsstättenfinanzamt gemeldet werden. Dies kann pauschal oder individuell nach der jeweiligen Steuerklasse des Minijobbers erfolgen. Unter steuerlichen Gesichtspunkten eignet sich der kurzfristige Minijob insbesondere für Schüler, Studenten, Rentner und Hausfrauen/-männer.

Nähere Ausführungen zur Besteuerung des Arbeitsentgelts für kurzfristige Minijobs finden Sie auf der entsprechenden Internetseite der Minijob-Zentrale.

Tipp:
Natürlich ist auch ein 450-Euro-Minijob jederzeit möglich. Umfangreiche Informationen zu allen Fragen rund um Minijobs findet man hier.

Quelle: Minijob-Zentrale

2017-11-03

Print Friendly, PDF & Email