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Fünf Gründe für neue Gründungskultur

In GründerThemen, Hochschulen by Ralph Schipke

In Zukunft will das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) noch mehr Gründungs- und Start-up-Vorhaben anregen und nimmt fünf Punkte dabei ganz besonders in den Fokus: Die Gründungskultur in Wissenschaft und Forschung soll noch stärker gefördert werden als bisher, indem Forschende und Studierende frühzeitig für eine Unternehmensgründung als Option für die Verwertung ihrer Ergebnisse sensibilisiert werden. Zudem werden unter der Dachmarke „Gründung innovativ“ schrittweise Module für eine maßgeschneiderte Gründungs- und Start-up-Förderung in Fachprogrammen eingeführt.

Ein weiterer Punkt ist die Stärkung gründungsfördernder Strukturen wie zum Beispiel Netzwerke und Cluster. Darüber hinaus wird die Validierung von Forschungsergebnissen ein neuer Förderschwerpunkt sein, hier werden Forschende dabei unterstützt, das Potenzial ihrer Arbeiten für eine Unternehmensgründung zu prüfen und zu einem Geschäftskonzept weiterzuentwickeln. Die Optimierung gründungsfördernder Rahmenbedingungen rundet das Konzept ab. In seinem neuen Papier „Mehr Chancen für Gründungen – Fünf Punkte für eine neue Gründerzeit“ stellt sich das Ministerium diese neuen Schwerpunkte in Sachen Förderung von Gründerinnen und Gründern:

Gründungskultur

Forschungsministerin Wanka bei einem Besuch der Hochschule Neubrandenburg am Stand der Prolupin GmbH. Foto: Ralph Schipke

  1. Wir werden die Gründungskultur in Wissenschaft und Forschung fördern.
  2. Wir werden die Forschungsförderung um maßgeschneiderte Förderangebote für Gründungen und Start-ups erweitern.
  3. Wir werden gründungsfördernde Strukturen (wie zum Beispiel Kompetenzzentren, Netzwerke und Cluster) stärken und in die Gründungs- und Start-up-Förderung integrieren.
  4. Wir werden bei der Validierung von Forschungsergebnissen einen neuen Förderschwerpunkt für technologische und soziale Sprunginnovationen bilden.
  5. Wir werden uns für gründungsfördernde Rahmenbedingungen einsetzen.
In Deutschland würde eine Unternehmensgründung zu selten als Option der Verwertung von Forschungsergebnissen gesehen, analysiert das BMBF Nur sechs Prozent aller Gründungen in Deutschland werden aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen heraus unternommen. Damit ist das Gründungspotenzial bei Weitem nicht ausgeschöpft.

„Um eine positive Gründungskultur auszuprägen,werden wir verstärkt Maßnahmen für eine Kompetenzvermittlung zur unternehmerischen Selbstständigkeit fördern. Denn eine wesentliche Voraussetzung für eine

positive Gründungskultur liegt in einer frühzeitigen Auseinandersetzung mit dem Thema, die den Blick des Einzelnen auf seine beruflichen Entfaltungsmöglichkeiten weitet und damit die Chancen einer Gründung
erst sichtbar macht. Neben der Vermittlung volks- und betriebswirtschaftlicher Kompetenzen müssen auch für Unternehmensgründungen notwendige Schlüsselkompetenzen wie Kreativität, soziale Kompetenz,
Verantwortungsbewusstsein, Disziplin, Eigeninitiative, Ausdauer, etc. frühzeitig nähergebracht werden.“
Insbesondere sollen seitens des Ministeriums Ausgründungen als einen Karrierepfad im Nachwuchswettbewerb in der Materialforschung etablieren werden und Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler bei der Umsetzung ihrer Forschungsideen in einer Ausgründung mit Coaching- und Mentoring-Angeboten unterstützt werden.

Im Detail nachzulesen ist das neue Förderkonzept hier.

Quelle: BMBF

12/20/2017

 

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