Vom Wissenschaftler zum Start-up Gründer

Advocado: Die Erfolgsgeschichte des Greifswalder Startups geht weiter

In Digitalisierung, Gründer aus MV by Barbara Behr

Ein Jahr nach der letzten Millionen-Runde hat das Greifswalder Startup frisches Kapital bekommen.  Das Greifswalder Rechtsberatungs-Startup bekommt 4,5 Millionen Euro. Investiert haben die Berliner Beteiligungsgesellschaften GPS Ventures und a50 Ventures.

GründerChampions, AdvocadoSeit der letzten Millionen-Finanzierung vor einem Jahr haben sich Umsatz und Anzahl der abgewickelten Fälle nach Unternehmensangaben zufolge verfünffacht.

Advocado hat sich vorgenommen, die Rechtsberatung zu digitalisieren. Über die Plattform können Anwaltskanzleien ihre Mandanten online betreuen. Neben der Plattform bietet das Startup einen Marktplatz für die Erstberatung bei Rechtsangelegenheiten. Nutzer können sich hier für eingestellte Rechtsprobleme Angebote von Anwälten einholen und die Vertretung im Streitfall sowie die Bezahlung zu einem garantierten Festpreis online abwickeln.

Ziel ist die Etablierung von advocado als Marke für die fairste und beste Lösung für jede Rechtsangelegenheit durch konsequente Produktentwicklung sowie dem Angebot von neuen Tools und Services. Bestmögliche Kundenerfahrung und optimale rechtliche Ergebnisse stehen hierbei im Vordergrund.

Das frische Geld wollen die Gründer Jacob Saß und Maximilian Block in die Entwicklung neuer Tools stecken, heißt es. Was genau geplant ist, wollen sie noch nicht verraten. Nur so viel: Die Automatisierung und Standardisierung der Rechtsberatung solle vorangetrieben werden.

Die beiden Venture-Capital-Unternehmen GPS Ventures und a50 Ventures sind von der Entwicklung, der strategischen Ausrichtung und den Marktpotentialen von advocado überzeugt und erkennen mit ihrem Investment die bisherigen Leistungen des erfolgreichen Teams an. Denn advocado verfünffachte in den letzten Monaten nicht nur seinen Umsatz und baute seine Vorreiterrolle bei der Digitalisierung des deutschen Rechtsdienstleistungsmarktes aus, sondern setzte Maßstäbe für die gesamte Online-Rechtsberatung. Kompromissloses Qualitätsmanagement sowie die vollumfängliche juristische Betreuung und Abwicklung von Fällen trugen entscheidend dazu bei. Die zahlreichen technischen Innovationen wie beispielsweise das automatisierte und KI-gestützte Matching, Videoberatung, ein nutzerfreundlicher Dokumentenraum oder automatische Deckungsabfragen bei Rechtschutzversicherungen überzeugten deutschlandweit bereits über 15.000 Mandanten.

Geld verdient das Startup pro zustande gekommenen Vertrag zwischen Anwalt und Mandant: Im Schnitt kassiert Advocado rund 25 Prozent der erhobenen Beratungsgebühr. FOCUS Money bestätigte die Meinung der Nutzer in einem unabhängigen Test und zeichnete advocado mit der höchsten Weiterempfehlung aus.

Seit der Gründung 2014 haben sich nach Unternehmensangaben 350 Kanzleien auf der Plattform registriert. 15.000 Mandanten habe Advocado bisher vermittelt. Mittlerweile wickle das Startup pro Monat Angebote in Höhe eines mittleren sechsstelligen Betrags ab. Neben Privatpersonen nutzen auch Geschäftskunden und Unternehmen die Plattform. Letztere machen einen Anteil von rund 30 Prozent aus.

Reinhold von Ungern-Sternberg, Managing Director GPS Ventures GmbH, zeigt sich sichtlich beeindruckt von dieser Entwicklung: „Uns hat das überproportionale Wachstum der letzten Monate überzeugt. Außerdem erwarten wir, dass es in ein paar Jahren selbstverständlich sein wird, auch komplexe juristische Anliegen online zu lösen. advocado sehen wir hier in einer sehr guten Position und rechnen mit dem Ausbau der Vorreiterrolle.”

Wie Rechtsberatung online funktioniert, mit welchen Innovationen advocado den Markt weiter revolutionieren wird und was oder wer genau hinter der Idee steht, können Fachbesucher im Rahmen der NOAH18 (Berlin, 06. und 07.06.2018) und der CEBIT (Hannover, 11.–15.06.2018).

Vom Wissenschaftler zum Start-up Gründer

„Diese Investitionsrunde ist ein weiterer wichtiger Schritt auf unserem Weg, den Markt für Rechtsdienstleistungen fair, transparent und kundenorientiert zu gestalten. Wir freuen uns, Investoren gewonnen zu haben, die uns sowohl mit der nötigen Finanzkraft als auch mit ihrer Erfahrung und ihrem Know-how unterstützen werden”, kommentiert Maximilian Block, CEO von advocado. Foto: Ralph Schipke

Quellen:
Pressemitteilung Advocado vom 06.06.2018
Pressemitteilung Gründerszene2018-06-06

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