Industrie 4.0

Mikrofinanzierung für produzierende KMU

In GründerNews, GründerTipp by Ralph Schipke

Die Kredite in Höhe von 50.000 Euro werden für transnationale Kooperationsprojekte zwischen KMU und mindestens zwei Technologiedienstleistern von Schlüsseltechnologien gewährt, die darauf abzielen, Schlüsseltechnologien zu integrieren, um saubere Produktionsprobleme zu lösen.

Im Rahmen des EU-Projekts KET4CleanProduction bietet die Steinbeis 2i GmbH kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) aus dem produzierenden Gewerbe die Möglichkeit, Mikrokredite in Höhe von 50.000 Euro zu beantragen. Die Kredite werden für transnationale Kooperationsprojekte zwischen KMU und mindestens zwei Technologiedienstleistern von Schlüsseltechnologien gewährt, die darauf abzielen, Schlüsseltechnologien zu integrieren, um saubere Produktionsprobleme zu lösen.
Als förderfähig gilt die Integration fortschrittlicher Fertigungstechnologien sowie die Kombination verschiedener Schlüsseltechnologien, um ein oder mehrere Ziele der sauberen Produktion zu erreichen, die da wären:

• Die Entwicklung neuer sauberer Produktionsprozesse und/oder
• die Verbesserung der Herstellung bestehender Produktionsprozesse durch die Reduzierung von Produktionskosten, Abhängigkeiten von Rohstoffen, Energieverbrauch, Abfallaufkommen, Schadstoffemissionen.

Kriterien für einen Antrag auf Mikrofinanzierung:

  • Einen Antrag in englischer Sprache dürfen nur selbstständige Unternehmen stellen, die laut EU-Definition als kleines und mittleres Unternehmen (KMU) gelten. Dies sind Unternehmen mit weniger als 250 Angestellten und einem Jahresumsatz unter 50 Mio. €.
  • Das KMU muss seinen Sitz in einem der EU-Mitgliedsstaaten oder in einem der Horizont2020-assozierten Länder haben.
  • Das Projekt muss Technologiereifegrad 4 (TRL) 4 oder höher aufzeigen. Projekte mit höheren TRL haben eine höhere Förderwahrscheinlichkeit.
  • Im Rahmen der Antragsstellung muss das KMU mit zwei Schlüsseltechnologiezentren kollaborieren, die auf der Plattform www.ket4sme.eu offiziell registriert sein müssen. Davon muss mindestens ein Anbieter aus einem anderen EU-Mitgliedstaat als das antragstellende KMU kommen.
  • Die Kofinanzierung beträgt 30% der Fördersumme und muss vom antragstellenden KMU geleistet werden.

Ziel des EU-Projekts KET4CleanProduction ist es, den Einsatz fortschrittlicher Fertigungstechnologien und damit verbundener Schlüsseltechnologien (Key Enabling Technologies, KET) für kleine und mittlere Unternehmen zu fördern, um ihre Produktionsprozesse ressourcen- und energieeffizienter zu gestalten.

Die Projektpartner haben ein offenes Innovationsökosystem mit einer One-Stop-Shop-Online-Plattform für einen europaweiten Zugang zu Innovationsdienstleistungen für KMU eingerichtet. Über die Plattform sollen KMU und KET-Einrichtungen transnational zusammenkommen, um gemeinsam Lösungen im Bereich der sauberen Produktion zu entwickeln. Die Plattform bietet die Möglichkeit, mit einer interaktiven Expertengemeinschaft von Schlüsseltechnologiezentren , Enterprise Europe Network Partnern und KMU zusammenzuarbeiten. Nach einer Anmeldung und Erstellung eines Benutzerprofils kann der Nutzer von anderen registrierten Benutzern leicht identifiziert und angesprochen werden.

KET4CleanProduction wird für drei Jahre durch das Forschungs- und Innovationsprogramms Horizont 2020 der Europäischen Union gefördert und von der Steinbeis 2i GmbH koordiniert. Es wirken 13 führende Technologiedienstleister von Schlüsseltechnologien und sieben Partner des Enterprise Europe Network aus 18 europäischen Ländern mit.

Für KMU bietet die Steinbeis 2i GmbH außerdem:

  • Expertenrat durch qualifizierte Schlüsseltechnologiezentren
  • Optimierung von Kosten und Prozessen durch neue Technologien und Lösungen in sauberer Produktion
  • Profilerstellung und Partnervermittlung in Europa
  • Verbesserung der Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens

Quelle: Steinbeis-Europa-Zentrum

01.09.2018

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