„Landwirte nicht für Innovation bestrafen“

In Digitalisierung, GründerNews by Ralph Schipke

Dieser Sommer hat gezeigt: Landwirte müssen sich immer stärker auf extreme Witterungsbedingungen einstellen. Neben der Aussaat trockenheitsresistenter Gemüse- und Getreidesorten sowie optimierten Aussaat-Terminen ist die Bewässerung bestimmter Kulturen ein Schritt, um Ertragsverlusten vorzubeugen. Auch deshalb werden Beregnungsanlagen über das Argarinvestitionsförderungsprogramm (AFP) gefördert.

Mit Befremden hat der Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern auf die Ankündigung von Landwirtschaftsminister Dr. Til Backhaus (SPD) reagiert, für Landwirte eine Wasserentnahmegebühr für Grund- und Oberflächenwasser einzuführen.

„Wenn die Landwirte jetzt das Wasser für die Beregnung bezahlen sollen, ist das als wenn ich jemanden zu einer Party einlade und ihm am Ende eine Rechnung präsentiere“, kommentiert Bauernpräsident Kurreck diese Vorgehensweise.

„Man kann nicht auf der einen Seite strategische Investitionen fordern und zeitgleich innovative Landwirte für ihr Engagement bestrafen“, sagt Bauernpräsident Detlef Kurreck.

Gerade im Frühsommer gibt es in Mecklenburg-Vorpommern oft längere Trockenheitsperioden, unter denen vor allem Kartoffeln, Zuckerrüben und Getreide leiden. Mit einer gezielten Bewässerung können hier Landwirte ertragsfördernd agieren. Bei der Beregnung greifen sie auf Oberflächenwasser zurück. Bislang wurden dafür keine Gebühren fällig.

Lässt die Politik jetzt Bauern und das Argarinvestitionsförderungsprogramm im Regen stehen? Foto: Ralph Schipke

Quelle: Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern | 18.12.18

Print Friendly, PDF & Email