Wie organisiert man Ferienbeschäftigung von Schülern und Studenten?

In den Schul- und Semesterferien werden Schüler und Studenten gern zur Aushilfe für in Urlaub befindliche Mitarbeiter bzw. für einen zusätzlichen saisonalen Bedarf eingestellt. Dabei gibt es einiges zu beachten.
Ferienjob, Sachbezugswert, Zuschuss
In der Gastronomiebranche verdienen sich in den Semesterferien viele Studenten ein gutes Taschengeld. Foto: Ralph Schipke
Schüler

Ob Schüler arbeiten dürfen, hängt davon ab, wie alt sie sind:

13-bis 15-Jährige, gelten rechtlich zwar noch als Kind, dürfen aber unter Einhaltung strenger Regelungen arbeiten. Voraussetzung ist, dass die Eltern zustimmen. Lassen Sie sich das am besten schriftlich geben. Die tägliche Arbeitszeit darf nicht mehr als zwei Stunden betragen.
Wichtig: Teenager dürfen nur kindgerechte und leichte Tätigkeiten ausüben. Dazu zählen beispielsweise Babysitten, Nachhilfe geben oder Zeitungen austragen. Eine Tätigkeit nach 18 Uhr und vor acht Uhr sowie am Wochenende ist laut Jugendarbeitsschutzgesetz verboten.

Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren dürfen bis zu 40 Wochenstunden bei einer Woche mit fünf Werktagen arbeiten. Auch hier gibt es gesetzliche Bestimmungen: Beispielsweise muss die Arbeitszeit zwischen sechs und 20 Uhr liegen.

Volljährige Schüler unterliegen nicht mehr dem Jugendarbeitsschutzgesetz. Sie dürfen daher nicht nur in den Ferien arbeiten, sondern auch neben der Schule.

Schüler, die nur während der Ferien einen Job ausüben, sind sog. kurzfristig Beschäftigte, wenn die Tätigkeit im Voraus vertraglich oder zeitlich auf nicht mehr als drei Monate (bei fünf Arbeitstagen pro Woche) oder insgesamt 70 Arbeitstage innerhalb eines Kalenderjahres angelegt ist. Diese kurzfristigen Beschäftigungsverhältnisse sind sozialversicherungsfrei.

Studenten

In den Semesterferien sind Studenten als Beschäftigte
von der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung komplett befreit, und zwar unabhängig von der wöchentlichen Arbeitszeit oder der Höhe des Entgelts.
Von der Rentenversicherungspflicht  sind sie dagegen nur dann befreit, wenn es sich um eine „kurzfristige Beschäftigung“ oder einen  „Minijob“ handelt. Eine kurzfristige Beschäftigung liegt vor, wenn die Tätigkeit im Voraus vertraglich oder nach ihrer Eigenart zeitlich auf nicht mehr als drei Monate oder insgesamt 70 Arbeitstage innerhalb eines Kalenderjahres angelegt ist. Diese kurzfristigen Beschäftigungsverhältnisse sind sozialversicherungsfrei.

Tipp:
Im Internet findet man z. B. die beiden folgenden Ratgeber, die die wichtigsten Informationen für Ferienarbeit von Schülern und Studenten zusammenfassen:

Auskünfte erteilen natürlich auch die jeweiligen Handwerkskammern oder IHKn in der Region.

Muster-Vorlagen für Arbeitsverträge, z. B. für Aushilfsarbeitsverträge oder für geringfügige Beschäftigung findet man z. B. im Downloadbereich von Gründer-MV.de.

2019-07-04

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