Ralph Schipke

Rostocker Gründerin setzt Idee zur Corona-Maskenpflicht für MV um

Als Krankenschwester, etwa auf Dialysestationen mit Patienten der derzeitigen Hochrisikogruppe tätig, arbeitet MediTex-Gründerin Fanny Fatteicher schon seit langer Zeit ganz selbstverständlich mit einem zuverlässigen Mundschutz.

Aber ein Mundschutz als alltägliches Hilfsmittel und persönliche Schutzmaßnahme gegenüber unseren Mitmenschen – das war eine gnaz und gar neue Herausforderung. In der Corona-Pandemie wird plötzlich ein medizinischer Gebrauchsgegenstand zu einem vorgeschriebenen Alltags-Accessoire als Abwehr gegen die allgegenwärtig drohende Virus-Infektion. Diese Entwciklung hätte wir uns wohl alle noch vor kurzem kaum vorstellen können.

Nun hat das Rosotcker Medizin-Startup MediTex nach sorgfältiger Recherche zunächst zwei Modelle entwickelt, deren Produktion in Deutschland organisiert. Auch alle verwendeten Materialien stammen aus Deutschland und erfüllen hohe Standards.

„Wir verwenden FFP2 Filtermaterial und werden damit vorerst den EN 14683 Standard erreichen“, berichtet Fanny Fatteicher auf ihrer Internetseite.

Ihr Modell „Mund-Nasen-Maske“ aus Filtervlies (sawabond® 8602) sei sehr hochwertig und besonders hautfreundlich.

Wie die beharrliche und ausdauernde Gründerin aus unserem Bundesland in Windeseile ein von Privatleuten und der Wirtschaft dringend benötigtes Produkt entwickelt hat berichtet Fanny Fatteicher GRUENDER-MV.DE in einem Video-Interview in angemessener Distanz.

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Patienten profitieren bereits von Funktionskleidung

Der letzte Schrei der Mode war und ist Fanny Fatteicher aus Rostock relativ schnuppe. Entscheidender Qualitätsanspruch an ihr Produkt ist der jungen Gründerin – genauso wie dem Drohnenbauer – ein hoher Grad an Perfektion und Sicherheit. Der Firma MediTex liegt das Wohl von Patienten am Herzen. Dann kommt die medizinische Funktionalität der von ihr selbst entworfenen Bekleidung. Dann vielleicht Farbe und Schnitt.

Meditex
Fanny Fatteicher hat MediTex gegründet. Und entwickelt eigentlich medizinische Funktionswäsche. Die Probleme der Gründerin kennt Ministerpräsidentin Manuela Schwesig aus ihrer Zeit als Gesundheitsministerin gut. Sie machte der Jungunternehmerin bereits 2018 Mut und versprach bei einem Firmenbesuch bei MediTex Unterstützung aus der Politk. Foto: Silke Bohrenfeld

Als Krankenschwester hat die junge couragierte Frau mit dem gewinnenden Lächeln gelernt und vor mehr als fünf Jahren ihre eigene Firma MediTex gegründet: Bei beiden Lebensentscheidungen geht es für die Jungunternehmerin um Sicherheit und das Wohl von Patienten.

Fanny Fatteicher hat einige Jahre Dialysepatienten betreut, bevor ihr die Idee für eine spezielle Funktionswäsche in den Sinn kam, die sie 2014 erst im Nebenerwerb entwickelte, bis sie im Mai 2016 den mutigen Schritt tat, eine GmbH zu gründen. Foto: Ralph Schipke

„Mut ist so ziemlich das Wichtigste, was eine Gründerin oder ein Gründer mitbringen muss“, sagt sie heute. Mehr als vier Jahre bis zur Marktreife sind für die junge Firmenchefin ein Zeichen, „dass manche Prozesse für Start-ups leider zu langsam gehen.“ Dabei sei die Unterstützung mit Fördermitteln gut, die Netzwerke in MV funktionieren, hat Fatteicher immer wieder erfahren können. Am Anfang ihres Weges zur Gründung stand das praktische Problem auf der Station: Wie komme ich immer wieder an den Zugang, den der Patient gelegt bekommen hat?“ Das nervte sie täglich, bis ihr der Einfall kam, selbst Kleidung zu erfinden. „Mir ging es dabei gleichermaßen um mehr Würde für die kranken Menschen und um die Verbesserung hygienischer Standards“, bekennt die Unternehmerin. In zwei Kliniken in MV können Patienten und Personal von Fatteichers Ideenreichtum bereits profitieren. „Kranke Menschen müssen ihre Kleidung nicht mehr komplett aus- oder hochziehen. So wird viel mehr Rücksicht auf die Intimsphäre genommen“, weiß die Ideengeberin.

Die Idee war die eine, die praktische Umsetzung die andere Seite der Medaille. Schwester Fanny hatte in der Gründungsphase sogar einen Nähkurs belegt, bevor endlich gemeinsam mit einer Rostocker Schneiderin ein Prototyp entstand. Heute fertigt das Start-up von der Ostsee unter anderem bei einem Familienbetrieb im sächsischen Burgstädt, erzählt sie aus einem Kapitel ihrer Gründergeschichte, die einer Jury aus IHK und Ostseezeitung 2016 dann einen Gründerpreis wert war.

Fanny Fatteicher entwickelte die Funktionswäsche von MediTex. Das war der Ostseezeitung 2016 dann sogar ein Gründerpreis wert. Foto: Ralph Schipke

Und immer noch fallen Fanny Fatteicher neue unternehmerische Ideen ein und sie weiß, dass das junge Medizinunternehmen in diesem Geschäftsjahr, wenn die Förderung ausläuft, auf eigenen Beinen stehen soll. Dafür und für ihre mittlerweile drei Produktlinien kämpft sie wie eine Löwin. „Helfen würde uns sehr, wenn die Krankenkassen einen Zuschuss für medizinische Funktionswäsche einräumen könnten“, sagte uns Fanny Fatteicher bereits in einem Interview im Jahr 2019. Und natürlich wünscht sie sich auch in Zukunft viele Kliniken in Mv und ganz deutschland, die offen für ihre durchdachten, praxistauglichen und bequemen Textilien sind.

„Mut ist so ziemlich das Wichtigste, was eine Gründerin oder ein Gründer mitbringen muss.“

Fanny Fatteicher | MediTex-Gründeirn | Rostock

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