Ralph Schipke

Zukunftsbündnis Mecklenburg-Vorpommern stellt Weichen: 120-Millionen-Euro-Konjunkturprogramm soll Wirtschaft und Arbeitsmarkt beleben

Gute Arbeit mit guten Löhnen sichern und dafür sorgen, dass die Wirtschaft im Land gut läuft, sind die zentralen Fragen, mit denen sich das Zukunftsbündnis MV einmal im Jahr beschäftigt, erläuterte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Bei der Beratung am 24. Juni 2020 seien diese Fragen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie behandelt worden: Wie können wir weiter dafür sorgen, dass die Wirtschaft wieder an Fahrt aufnimmt, wir Arbeitsplätze sichern und die Jugend im Land weiter eine Perspektive hat?
Die Corona-Pandemie sei gemeinsam mit verschiedenen Maßnahmen bewältigt worden. Nun solle durch ein 120-Millionen-Euro-Konjunkturprogramm des Landes das Konjunkturprogramm des Bundes ergänzt werden.

Zu den Maßnahmen gehören:
  • eine „Neustartprämie“ für Kurzarbeiterinnen und Kurzarbeiter, die wieder in den Betrieb einsteigen. Beschäftigten müssen hierfür nach der Kurzarbeit mindestens wieder einen Monat im Unternehmen beschäftigt sein. Insgesamt sind bis zu 700 Euro an Prämie je Beschäftigtem möglich (25 Millionen Euro).
  • mit dem Investitionsförderprogramm „Modernisierung“ sollen Zuschüsse an Beherbergungsbetriebe für Modernisierungsmaßnahmen zwischen 30 bis 50 Prozent (je nach Betriebsgröße) kofinanziert werden (50 Millionen Euro)
  • durch den MV-Härtefallfonds werden mit 22 Millionen Euro Überbrückungshilfen des Bundes ergänzt, um Unternehmen schnell und unbürokratisch zu helfen
  • es gibt einen zweiten Darlehensfonds für kleine und mittlere Unternehmen vor dem Hintergrund des durch die Corona-Krise gestiegenen Liquiditätsbedarfs
  • das Mikrodarlehen für Existenzgründerinnen und -gründer soll mit 10 Millionen Euro wieder aufgelegt werden
  • Kleine und mittlere Unternehmen sollen bei der Digitalisierung gefördert werden (5 Millionen Euro)

Ein weiteres wichtiges Thema der Beratung waren Ausbildungsplätze. Schwesig: Die gute Nachricht ist, dass es auch in diesem Jahr trotz der Coronakrise mehr Ausbildungsplätze als Bewerber geben wird.
Landesregierung, Wirtschaft und Gewerkschaften appellierten gemeinsam an die Jugendlichen, die Beratungsangebote der Bundesagentur für Arbeit, die vielfältigen Berufsorientierungsangebote, die Ausbildungsberatung und Lehrstellenbörsen der zuständigen Stellen zu nutzen und sich für die duale Berufsausbildung zu bewerben.

Dokumente zur Beratung des Zukunftsbündnisses

Zum Zukunftsbündnis Mecklenburg-Vorpommern gehören Vertreterinnen und Vertreter der Landesregierung, der Gewerkschaften, der Arbeitgeber, der Bundesagentur für Arbeit, der Industrie- und Handels- sowie der Handwerkskammern, des Städte- und Gemeindetages und des Landkreistages Mecklenburg-Vorpommern.

Quelle: Pressemitteilung Landesregierung

Ergänzender Hinweis:

Das Bundeskabinett hat ebenfalls am 24.06.2020 die Eckpunkte für ein Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ beschlossen. Damit wird eine weitere Zusage des Konjunkturpakets umgesetzt. Für die Unterstützung von Ausbildungsbetrieben sowie ausbildenden Einrichtungen in den Gesundheits- und Sozialberufen und deren Auszubildenden stellt die Bundesregierung in den Jahren 2020 und 2021 bis zu 500 Millionen Euro bereit.
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2020-06-25

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