Das neue Ausbildungsjahr beginnt

Will ein Unternehmen Lehrlinge ausbilden, muss es die entsprechenden Voraussetzungen für die Ausbildung besitzen und auf Einiges achten.

Neben den gesetzlichen Vorschriften (z. B. Berufsbildungsgesetz), die es zu beachten gilt, müssen Ausbildungsbetrieb und Ausbilder geeignet sein (Ausführliche Informationen zum Thema findet man u. a. auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit).

Für staatlich anerkannte Ausbildungsberufe gibt es jeweils entsprechende Ausbildungsordnungen. Diese Ordnungen regeln:
  • Dauer der Ausbildung
  • Bezeichnung des Ausbildungsberufs
  • zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse
  • Prüfungsanforderungen
Ausbildungsvertrag

Werden Lehrlinge eingestellt, muss mit ihnen vor Antritt der Lehre ein schriftlicher Ausbildungsvertrag abgeschlossen werden.
Der Ausbildungsvertrag wird an die zuständige Stelle geschickt und dort wird das Ausbildungsverhältnis eingetragen.

Der Ausbildungsvertrag sollte dabei Folgendes enthalten:

  • Persönliche Daten der Vertragspartner
  • Beginn und Dauer der Berufsausbildung
  • Art und Ziel der Ausbildung
    (incl. Arbeitsplan mit sachlicher und zeitlicher Gliederung der Berufsausbildung als Anlage)
  • Dauer der regelmäßigen täglichen Arbeitszeit
  • Ausbildungsort sowie eventuelle Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte
  • Unterstellungsverhältnis / Lehrbeauftragter
  • Höhe der Ausbildungsvergütung und Zahlungsmodalitäten
  • Dauer der Probezeit
  • Dauer des Urlaubs
  • Voraussetzungen für eine Kündigung
  • Hinweis auf eventuell geltende Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen
Ausbildungsrahmenplan

Der jeweilige Ausbildungsrahmenplan ist Grundlage für die Ausbildung. Die Inhalte, die dort aufgelistet sind, muss der Betrieb konkreten Tätigkeiten und Aufgaben zuordnen und im Ausbildungsplan festlegen. Dieser ist Bestandteil des Ausbildungsvertrags und wird den Auszubildenden zu Beginn der Ausbildung ausgehändigt.

Tipp:

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat in der
Broschüre „Ausbildung & Beruf – Rechte und Pflichten während der Berufsausbildung“
alle wichtigen Punkte zusammengefasst und umfassend erläutert.

Und noch ein letzter Hinweis: Ab dem 1. August 2020 steigt die Höhe der Berufsausbildungsbeihilfe (BAB), die Auszubildende beantragen können, da die Bedarfssätze und die Einkommensfreibeträge angehoben werden. So erhöht sich z. B. der Höchstbetrag für Lebensunterhalt und Wohnen von bisher 716 Euro monatlich auf 723 Euro pro Monat (Mehr zum Thema Berufsausbildungsbeihilfe).

2020-08-08

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