Podcasts: Nicht nur zur Unterhaltung

Podcasts bleiben in Deutschland auf Erfolgskurs und vergrößern ihre Hörerschaft: Jeder dritte Verbraucher (33 Prozent) hört zumindest selten Podcasts – also regelmäßige Video- oder Audiobeiträge, die über das Internet verfügbar sind und abonniert werden können.

Im Vorjahr war es erst jeder Vierte (26 Prozent). Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, die im Juli 2020 durchgeführt wurde. So hören 8 Prozent der Befragten mindestens einmal oder mehrmals täglich Podcasts, weitere 7 Prozent wöchentlich. Vor allem bei Jüngeren sind sie beliebt: Zwei von fünf Personen zwischen 16 und 29 Jahren (40 Prozent) geben an, Podcasts zu hören. „Podcasts haben sich in der Breite durchgesetzt“, sagt Bitkom-Experte Dr. Sebastian Klöß. „Der Produktionsaufwand hält sich in Grenzen und inzwischen sind auf allen gängigen Plattformen die unterschiedlichsten Inhalte verfügbar – ob News, True Crime oder Talk-Formate.“
Die Mehrheit der Verbraucher ist hingegen noch nicht auf den Geschmack gekommen: 63 Prozent der Befragten hören nach eigenen Angaben nie Podcasts.

Coronavirus mit Abstand beliebtestes Podcast-Thema

Mit der Verbreitung des Coronavirus haben sich bei Podcast-Hörern auch die Themen der konsumierten Inhalte verändert. Beiträge rund um die Pandemie sind die beliebtesten: 83 Prozent der Hörer geben an, Podcasts zum Coronavirus zu hören.
Mit Abstand folgen Nachrichten (53 Prozent), Comedy (44 Prozent) sowie Sport und Freizeit (43 Prozent). Zwei von fünf Podcast-Hörern (39 Prozent) schalten allgemein bei Gesundheit und Medizin ein, ähnlich viele bei Musik-Podcasts (37 Prozent). Gleichauf liegen die Themen Film und Fernsehen, Politik (jeweils 34 Prozent der Hörer) sowie Technologie und Digitales (33 Prozent).

Längere Formate finden zunehmend größeren Anklang. Gefragt nach der idealen Dauer eines Podcast geben Hörer im Durchschnitt 18 Minuten an, das sind fünf Minuten mehr als im Vorjahr (13 Minuten im Durchschnitt). Für zwei von fünf Hörern (39 Prozent) sollte der Podcast zwischen 10 und 20 Minuten lang sein, ähnlich viele (40 Prozent) favorisieren Formate mit 20 bis 30 Minuten Länge. Nur 8 Prozent finden, dass ein Podcast idealerweise zwischen 30 und 60 Minuten dauern sollte.
„Podcasts sind zu einem zentralen Informationsmedium geworden“, so Klöß. „Immer mehr Hörer interessieren sich für tiefgängige Formate, die über den reinen News-Charakter hinausgehen.“ Aber nicht alle Hörer haben die Ausdauer für ganze Folgen. Nur ein gutes Drittel (35 Prozent) sagt: Ich höre Podcasts in der Regel komplett.

Der Tech-Podcast des Bitkom heißt „Strg-Alt-Entf“. In den Interviews, Talks und Keynotes geht es um Trends rund um die Digitalisierung der Wirtschaft und Gesellschaft. Der Podcast ist verfügbar auf Spotify, iTunes, Soundcloud, bei allen gängigen Podcast-Apps sowie auf der Website www.bitkom.org/podcast

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.002 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Fragestellungen lauteten: „Wie häufig hören Sie Podcasts?“, „Zu welchen Themen hören Sie Podcasts?“, „Wie lang ist ein Podcast idealerweise, damit Sie ihn gerne hören“, „Hören Sie Podcasts in der Regel komplett oder nur zum Teil?“

Quelle: Pressemitteilung Bitkom

Tipp: Der StartHILFE-Podacst vom Gründer-MV.de

Der Podcast von Gründer-MV, den es seit Anfang dieses Jahres gibt, befasst sich – wie könnte es anders sein- mit Fragen rund um das Thema „Gründen“.
Zu Wort kommen hier vor allem Existenzgründer und „junge“ Unternehmer, aber auch Fachleute, die sich für die Startup-Szene und das Gründer-Ökosystem im Nordosten einsetzen.
Sie sprechen über Erfolge und Probleme oder geben Tipps für eine erfolgreiche Gründung.

2020-08-11

Reinhören lohnt sich!

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