Ralph Schipke

Busreise ins Gründer-Ökosystem von Vorpommern

Die Mission der bunten Reisegesellschaft aus Wirtschaft, Politik und Hochschulen: Das Gründer-Ökosystem vor Ort besser zu verstehen und stärker zu verbinden, Ideen und Wissen auszutauschen, gemeinsam die zukünftige Ausrichtung zu planen.

Zum zweiten Mal und gemeinsam mit der Hochschule Neubrandenburg, der Universität Greifswald und der Hochschule Stralsund veranstaltete die Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern mbH und die WITENO GmbH eine Besichtigungstour zu drei Start-up-Standorten in Vorpommern.

Im vergangenen Jahr lag der Fokus auf Stralsund und Greifswald, 2020 brach die gut gemischte Reisegruppe in ländliche Gefilde auf. Es wurden das Bioökonomiezentrum in Murrchin bei Anklam (BÖZ), das Startup-Dorf Rothenklempenow sowie das noch im Entstehen begriffene Digitale Innovationszentrum der Stadt Neubrandenburg angesteuert.

Vertretern der kommunalen Politik, der Wirtschaftsförderung, der Gründungsberatung, der Wissenschaft sowie Gründungsinteressierten werden Eindrücke in die betrieblichen Entwicklungsprozesse und die aktuelle Situation der Unternehmer ermöglicht.

Welchen (regionalen) Herausforderungen stellt sich ein Unternehmen in den ersten Jahren, bevor es sich am Markt etabliert hat? Wie hilfreich und transparent ist das derzeitige Gründer-Ökosystem?

Letztlich wollen wir insbesondere auch den überregionalen Austausch in diesem Flächenland befördern und laden Sie herzlich ein, an allen drei Stationen dabei sein.

Der Besuch im Biotechnologiezentrum bildete den Auftakt dieser zweiten Start-up-Bustour. „Falls Sie vorhaben, eine Firma zu gründen – machen Sie es auf jeden Fall“, schmetterte Dietger Wille, Beigeordneter und 2. Stellvertreter des Landrates, der Start-up-Reisegruppe gleich auf der 1. Station im Bioökonomiezentrum (BÖZ) im ehemaligen Relzower Schlachthof entgegen. Und zwar am besten in Vorpommern.

Wenn schon gründen, dann in der heimatlichen Region, die „extrem gute Rahmenbedingungen“ biete, legte sich der Komunalpolitiker für Vorpommern ins Zeug.

Mit Ulrich Wirtz von der Firma „Grinol“ wurde es dann so praktisch wie chemisch. Seine „grüne“ Gründung plant mit Abfällen in eine Energiezukunft voranzukommen. Das passiert mit „grünem Heizöl“ aus Gärresten, die in Biogasanlagen entstehen. Das Startup ist einer der ersten Mietern im BÖZ.

Mit Zuckerfabrik, Anklam Extrakt, Continental und dem BÖZ ist Anklam gerade dabei zu einem vorpommernschen Vorreiter der Bio-Ökonomie zu werden.

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Weiter gab es unter strengen corona Hygieneregeln ein Referat von Professorin Beatrice Großjohann, Geschäftsführerin der Food and Pharma Services (FPS) Anklam GmbH, die das Zentrum betreibt. Und von der Enzymicals AG , die einen Mietvertrag mit dem BÖZ wohl Anfang 2021 absschließen wird. Auch der Enzymicals-Vorstand Ulf Menyes, ermutigte Gründungswilligen ebenfalls zur Firmengründung. Gab aber auch den Rat, „kreativ weiterzudenken, falls mal schwere Zeiten kommen“, wie etwa die gegenwärtige Corona-Krise.

Die Reisegruppe wurde von Lunch Vegaz-Gründer Govinda Thaler (r.) begrüßt.

Rund 22 Mitreisende, darunter weitere „Start-ups“ und angehende Jungunternehmer, machten als nächstes Halt in Rothenklempenow.

Im geografisch zwar abgelegenen Startup-Dorf lernten die Reisenden in Sachen Gründung dann Lunch Vegaz, Tlaxcalli und die Höfegemeinschaft Pommern näher kennen, die inzwischen weit über die Grenzen der Region hinaus ausstrahlen und gesundes Essen produzieren.

Tobias Keye von der Höfegemeinschaft Pommern lud die Besucher auf den 23 Meter hohen Fangelturm ein. Von oben gab es einen Exkurs zur Arbeit der Höfegemeinschaft im speziellen und zu regionalen Wertschöpfung im allgemeinen.

Tobias Keye von der Höfegemeinschaft Pommern lud die Besucher auf den 23 Meter hohen Fangelturm ein.

Erst die Rohstoff-Nachfrage der Unternehmensgründungen vor Ort ermögliche ökologische Landwirtschaft mit nachhaltigen Kreisläufen, wie man sie in Rothenklempenow in die Tat umgesetzt hat.

Lunch Vegaz-Gründer Govinda Thaler ist 2015 nach Rothenklempenow aus der Metropole nach Hause zurückgekehrt, „und mit offenen Armen empfangen worden“, erinnert er sich gut.

Und Lunch Vegaz wachse auch in Corona-Zeiten, so Thaler. „Momentan überlegen wir, ob wir in die alte Wurstfabrik in Pasewalk ziehen oder in eine Halle der Höfegemeinschaft.“ Letzter Halt in Rothenklempenow war dann Tlaxcalli, wo aus Mais vom Feld nebenan „mit der traditionellen Methode der Nixtamlisation – dem Kochen in Wasser mit Calcium – die vermutlich besten Tortillas und Tostada Chips weit und breit – klein, rund und eckig produziert werden, um sie insbesondere in der Hauptstadt an Mann und Frau zu bringen.

Aus Berlin sei das Unternehmen hierher gezogen, erzählte Geschäftsführer Daniel Möhler.

Gemeinsam mit Carl Eugen Jahke hat er Tlaxcalli vor vier Jahren gegründet. Doch Berlin wurde für das Start-up unerschwinglich. Den Schritt nach Vorpommern bereue er nicht. „Wir sind wegen dem Mais vor der Tür und des ausreichend vorhanden Platzes hierher gekommen.“
Anschließend ging es für die Startup-Reisegruppe noch weiter nach Neubrandenburg.

Fortsetzung folgt…

… mit DIZ, Djamacat und MVPGood Games Easy in Neubrandenburg.
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