Gegründet in Mecklenburg-Vorpommern


Tobias Gebhardt,

Auf gemeinsamer Mission Krankenhauskeime bekämpfen

Braun und GWA Hygiene haben eine Kooperation vereinbart, um mit der smarten Technologie beider Unternehmen einen Beitrag zur Vermeidung von Krankenhausinfektionen zu leisten. Dabei spielt die Desinfektion der Hände eine Schlüsselrolle.

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Studie: Wenn Online-Rechtsberatung – dann advocado

Digitales Startup aus Vorpommern hat gerade den MV-Unternehmerpreis 2019 bekommen und wird nun von Focus Money erneut als Legal-Tech-Plattform mit der höchsten Weiterempfehlungsrate eingestuft.

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Staatsbesuch im Startup-Dorf

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besucht im Rahmen seiner Tour „Land in Sicht“ am 06. Juni 2019 Rothenklempenow in Vorpommern. In dem Dorf im äußersten Nordosten der Republik sorgen Bio-Food-Start-ups und Landwirtschaft zusammen mit der BioBoden-Genossenschaft für mehr nachhaltige Ernährung und beleben so die Region.

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Backhaus: Dörfer sollen junge Menschen anziehen

Hinter den fünf Seen, inmitten  in der Seenplatte, zwischen Müritz und Elde, fand GRUENDER-MV.DE einen jungen Gärtner namens Aaron, der für ausreichend gesundes Gemüse sorgen möchte
und die Region seit diesem Frühjahr mit Jungpflanzen, Blumen und verschiedensten Früchten versorgt. Wie Aaron durch den Sommer kommt und warum er es nicht bereut, ein paar alte Gewächshäuser wiederbelebt zu haben, erzählt er uns in Satow Kogel am Eulenberg.

Ziel der Landesregierung sei die Schaffung gleichwertiger Lebensbedingungen in den ländlichen Regionen unter Berücksichtigung des demografischen Wandels. Sichergestellt werden müsse die Grundversorgung mit medizinischen Einrichtungen, Mobiltät, Einkaufs-, Arbeits- und Bildungsmöglichkeiten. 

In vielen Regionen bestehe das Problem nicht mehr im Wegzug, sondern in der Binnenwanderung der Menschen in die benachbarten Mittel- und Oberzentren. „Deshalb ist es wichtig, die zentralen Orte wiederzubeleben und als zukunftsfähige ,Ankerdörfer‘ fit zu machen“, so Backhaus.

Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus hat auch seine Forderung an den Bund nach einem Dürrehilfe-Programm für die Landwirtschaft erneut bekräftigt.

„Nach meiner eigenen vorläufigen Einschätzung könnte bis zu einem Drittel der Landwirtschaftsbetriebe in MV aufgrund der Dürre Einnahmeverluste in Höhe von 30 Prozent und mehr zu verkraften haben. Auf leichten Böden sind zum Teil Totalverluste entstanden. Hinzu kommen derzeit schwer kalkulierbare Mehraufwendungen in der Tierproduktion für Futterzukäufe“, sagte der Minister auf einer Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung zur „Zukunft der Landwirtschaft und der ländlichen Räume in Mecklenburg-Vorpommern“.

Derzeit lasse er prüfen, ob finanzielle Unterstützung für den Futterkauf der Tierhalter als Teil des Dürrehilfeprogramms vorgezogen angeboten werden könne. Zugleich mahnte er ein Umdenken der Landwirte an. „Nach dieser dritten klimatisch bedingten Missernte muss zwingend der Weg in eine dem Klimawandel angepasste Landbewirtschaftung eingeschlagen werden. Dazu gehört die Züchtung neuer Sorten ebenso wie eine andere Art der Bewirtschaftung. Stichworte dafür sind Vielfalt im Anbau und Honorierung ökologischer Leistungen“, so Backhaus.

Die derzeit kritische Situation vieler Landwirtschaftsbetriebe zeige, dass die bislang lediglich auf die Einkommenswirkung ausgerichteten EU-Direktzahlungen umweltpolitisch in eine Sackgasse führten. „Der Marktorientierung muss zwingend eine Umweltorientierung entgegensetzt werden“, erklärte Backhaus. „Angesichts andauernder Witterungsextreme ist erfordert das Umdenken in der landwirtschaftlichen Produktion auch ein Umdenken bei der Agrarförderung aus der GAP“, sagte der Minister weiter.

Er verwies auf den Ende 2017 auch in Brüssel vorgestellten Vorschlag aus MV „Veränderungen anschieben“ zur Gemeinsamen europäischen Agrarpolitik (GAP) nach 2020. „Wenn die Politik es den Landwirten ermöglicht, mit Umweltleistungen Geld zu verdienen, sind sie betriebswirtschaftlich auch deutlich unabhängiger von Extremwetterlagen“, unterstrich Backhaus. Allerdings seien die aktuellen Vorschläge der EU-Kommission zur Neuausrichtung der GAP von dem Modell aus MV „noch immer Lichtjahre entfernt“.

Der Minister umriss zudem die strategischen Ansätze der Landesregierung für die ländliche Entwicklung.

Förderung sozialer Infrastruktur sei ein Weg

Seit der Wende flossen rund 13 Milliarden Euro aus EU, Bund und Land in die ländlichen Räume, etwa für den Bau von Kindertagesstätten, Straßen und Wegen, in den Hochwasser- und Küstenschutz. Von 2007 bis heute sind allein 205 Kindertagesstätten und 94 Schulen mit fast 96 Millionen Euro gefördert worden. 1,37 Milliarden Euro stehen in der aktuellen Förderperiode für die ländlichen Räume zur Verfügung. „Wir wollen die ländlichen Räume für junge Menschen so attraktiv machen, dass sie bleiben. Schon heute ist erkennbar, dass unsere Investitionen private Ansiedelungen und Investitionen von Klein- und Mittelständlern nach sich ziehen. Viele Dörfer haben einen erfreulichen Aufschwung genommen“, so Backhaus.

Die Idee, dass Migration das demografische oder gar das Fachkräfteproblem auf dem Lande löse, sei ad absurdum geführt. Auch die Zuwanderer ziehe es meist in die Städte, berichtete der Minister.

„Ländliche Räume haben immer dann eine Zukunft, wenn Kommunen, Unternehmen, Vereine und Akteure vor Ort eigene Ideen für eine tragfähige Entwicklung in ihrer Region entwickeln“, sagte er abschließend.

Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt/www.gruender-mv.de

13.08.2018

Inklusionspreis für die Wirtschaft 2020: Bewerbungsphase ist gestartet

Gelebte Inklusion ist ein Gewinn für Unternehmen – das möchte der Inklusionspreis für die Wirtschaft einmal mehr deutlich machen.

Die Bundesagentur für Arbeit, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, der Charta der Vielfalt e.V. und das UnternehmensForum zeichnen damit Unternehmen aus, die in vorbildlicher und innovativer Weise Menschen mit Behinderungen ausbilden bzw. beschäftigen.

Viele gute Beispiele zeigen, dass Inklusion wirklich gelingen kann, sagt der Vorstandsvorsitzende des UnternehmensForums, Olaf Guttzeit. Die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen ist ein Erfolgsfaktor. Sie steigert die Innovationskraft und sichert den Fachkräftebedarf.

Durch Inklusion erreichen Unternehmen aber noch viel mehr: Sie wertschätzen das Potenzial von Menschen mit Behinderungen und den Mehrwert unterschiedlicher Begabungen. Mit solchen qualifizierten Fachkräften gewinnen sie loyale Mitarbeitende und steigern ihre Attraktivität als Arbeitgeber. Ein verbessertes Betriebsklima und finanzielle Vorteile zählen zu den weiteren positiven Auswirkungen von Inklusion. Vorbilder und positive Beispiele verdeutlichen am besten, wie Inklusion zum Erfolg wird, heben die Initiierenden mit Blick auf die Prämierten der vergangenen Jahre hervor.

Schirmherr des Inklusionspreises für die Wirtschaft ist Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales. Der Preis zeigt jedes Jahr neu, wie Menschen mit Behinderungen zum Unternehmenserfolg beitragen. Die Wirtschaft kann es sich nicht leisten, darauf zu verzichten, betont Heil.

Der Inklusionspreis für die Wirtschaft 2020 wird zum achten Mal verliehen und zeichnet Unternehmen verschiedener Größen aus.
Eine Bewerbung ist bis zum 31. Oktober 2019 möglich.

Ab sofort können sich Arbeitgeber mit beispielhaften Maßnahmen zur Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen bewerben oder vorgeschlagen werden.
Jedes Unternehmen, das sich für mehr Inklusion von Menschen mit Behinderungen engagiert, kann für den Inklusionspreis vorgeschlagen werden – oder ist eingeladen, sich selbst zu bewerben. Nicht berücksichtigt werden können Bewerbungen von Vereinen oder Werkstätten.

2019-08-17

Mehr Informationen und Bewerbungsunterlagen:
www.inklusionspreis.de
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Deutschland? Bei internationalen Studierenden begehrt!

Deutschland ist zum wichtigsten nicht-englischsprachigen Gastland weltweit für internationale Studierende aufgestiegen – auch mehr deutsche Studierende und Forschende gehen ins Ausland.

Deutschland hat damit Frankreich als attraktivstes nicht-englischsprachiges Gastland für internationale Studierende überholt und ist damit nach den USA, Großbritannien und Australien zur viertwichtigsten Destination weltweit aufgestiegen.
Bei ausländischen Forschenden steht Deutschland weltweit sogar auf Rang drei der Beliebtheitsskala.

Das zeigt der Bericht „Wissenschaft weltoffen 2019“, den der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) veröffentlicht haben. Die nunmehr 19. Auflage von „Wissenschaft weltoffen“ ist die wesentliche Informationsquelle zur internationalen Mobilität von Studierenden und Forschenden.

„Deutschland zieht immer mehr Studierende und Forschende aus dem Ausland an. Unser Hochschul- und Wissenschaftsstandort wird international immer attraktiver. Darauf können wir stolz sein und das sollte uns anspornen, noch besser zu werden. Die Ergebnisse zeigen nicht nur die hohe Qualität des deutschen Wissenschafts- und Hochschulsystems. Fast 42.000 internationale Studienabsolventinnen und -absolventen im letzten Jahr bilden auch ein bedeutendes und wachsendes Potenzial zur Deckung unseres Fachkräftebedarfs“, sagte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek anlässlich der Veröffentlichung des Berichts.

Im Wintersemester 2017/18 waren 375.000 ausländische Studierende in Deutschland eingeschrieben, darunter 282.000 internationale Studierende mit einer Hochschulzugangsberechtigung aus dem Ausland („Bildungsausländer“), die zum Zweck eines Studiums oder aus humanitären Gründen nach Deutschland gekommen sind. Aus den acht zugangsstärksten Asylherkunftsländern (Syrien, Afghanistan, Irak, Nigeria, Eritrea, Iran, Pakistan und Somalia) stammten 24.000 internationale Studierende an deutschen Hochschulen. Bei den meisten von ihnen dürfte es sich um Flüchtlinge handeln. Die Hochschulprogramme des DAAD für Flüchtlinge aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) haben zu ihrer Integration in die Hochschulen wesentlich beigetragen. Syrische Flüchtlinge bilden inzwischen die sechstgrößte ausländische Herkunftsgruppe an deutschen Hochschulen.

Ein Fokus des diesjährigen Berichts liegt auf den Motiven international mobiler Studierender, in Deutschland zu studieren. Sie wurden im Rahmen der vom DZHW durchgeführten 21. Sozialerhebung abgefragt. Für mehr als die Hälfte (52 Prozent) der befragten internationalen Studierenden ist Deutschland das Studienland der ersten Wahl. Für 79 Prozent der Befragten spielen karriere- und hochschulbezogene Motive eine wichtige Rolle bei ihrer Entscheidung. Dazu gehören die Erwartung guter Berufschancen (83 Prozent), eine hohe Qualität der Hochschulausbildung in Deutschland (76 Prozent), international anerkannte Abschlüsse (74 Prozent) und der gute Ruf deutscher Hochschulen (71 Prozent). Dass Deutschland ein exzellenter Wissenschaftsstandort ist, spricht sich herum: 83 Prozent der internationalen Studierenden geben an, dass sie ihren Freunden und Bekannten in ihrem Herkunftsland Deutschland als Studienort empfehlen.

Auch deutsche Studierende sind hochgradig mobil. 2016 strebten fast 145.000 Deutsche einen Studienabschluss an einer Hochschule im Ausland an. Etwa ein Drittel aller deutschen Studierenden absolviert während des Studiums einen studienbezogenen Auslandsaufenthalt.

„Noch nie waren so viele deutsche Studierende im Ausland wie heute“, sagt DAAD-Präsidentin Prof. Dr. Margret Wintermantel. „Trotzdem müssen wir unsere Bemühungen verstärken, dass junge Menschen den Wert internationaler Erfahrungen erleben können. Mit den neuen Programmen Lehramt.International und HAW.International eröffnen wir zwei wichtigen Gruppen, die bisher noch weniger mobil waren, zusätzliche Wege ins Ausland. Die hohe Resonanz auf unsere Förderinitiativen belegt, dass sie den Zeitgeist treffen und dem Bedürfnis der Hochschulen und Studierenden nach globaler Vernetzung entgegenkommen.“

Die Zahl ausländischer Forschender in Deutschland unterstreicht ebenfalls die Qualität des deutschen Wissenschaftssystems im weltweiten Maßstab. Mehr als 108.000 ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiteten 2017 in Deutschland. Dazu zählten rund 47.500 wissenschaftliche Angestellte an deutschen Hochschulen, 12.000 angestellte Wissenschaftler an den vier größten außeruniversitären Forschungseinrichtungen und mehr als 46.000 ausländische Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler im deutschen Wissenschaftssystem. „Die Zahl der ausländischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an den deutschen Hochschulen hat sich in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt. Diese enorme Entwicklung verleiht Lehre und Forschung in Deutschland neue kreative Impulse und sichert internationale Anschlussfähigkeit“, betont Prof. Dr. Monika Jungbauer-Gans, wissenschaftliche Geschäftsführerin des DZHW.

Für eine vergleichbar umfassende Bezifferung der Zahl deutscher Forschender im Ausland fehlt derzeit zwar in vielen Gastländern noch die nötige Datenbasis. DAAD und DZHW haben jedoch für einige wichtige Gastländer, darunter die Schweiz, USA, Großbritannien und Österreich, die Zahl der an Hochschulen beschäftigten deutschen Forscherinnen und Forscher erhoben. Diese lag im Jahr 2018 bei rund 30.000; darunter sind über 10 Prozent Professorinnen und Professoren. 2017 wurden zudem von in- und ausländischen Organisationen rund 15.000 Aufenthalte deutscher Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler sowie rund 3.200 Gastdozenturen im Rahmen des Programms Erasmus+ im Ausland gefördert.

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung idw mit BMBF und DZHW

2019-08-16

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Häusliches Arbeitszimmer: Abzugsfähige Kosten

Wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung bildet, kann man bestimmte Aufwendungen von der Steuer absetzen.

In einem kürzlich vor dem Bundesfinanzhof entschiedenen Fall) wurde nun nochmals klargestellt, dass dabei strikte Regeln gelten.

Im Streitfall hatten die zusammen veranlagten Kläger im Jahr 2011 das Badezimmer und den vorgelagerten Flur in ihrem Eigenheim umfassend umgebaut. In dem Eigenheim nutzte der Kläger ein häusliches Arbeitszimmer für seine selbständige Tätigkeit als Steuerberater, das 8,43 % der Gesamtfläche ausmachte.
Der Kläger machte für das Streitjahr 8,43 % der entstandenen Umbaukosten gemäß § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Sätze 2 und 3 des Einkommensteuergesetzes (EStG) als Betriebsausgaben im Zusammenhang mit seinem häuslichen Arbeitszimmer geltend. Diese Aufwendungen in Höhe von rund 4.000 € berücksichtigte das zuständige Finanzamt – mit Ausnahme der Kosten für den Austausch der Tür zum Arbeitszimmer – nicht.

Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) nunmehr als dem Grunde nach zutreffend angesehen.
Die Kosten für den Umbau des privat genutzten Badezimmers gehören nicht zu den abziehbaren Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer, so der Bundesfinanzhof mit seinem Urteil vom 14. Mai 2019 – VIII R 16/15.

Begründung:

Renovierungs- und Umbaukosten, die für einen Raum anfallen, der ausschließlich oder mehr als in nur untergeordnetem Umfang privaten Wohnzwecken dient, erhöhen nicht die gemäß § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Sätze 2 und 3 EStG abziehbaren Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer. Sie sind auch nicht als allgemeine Gebäudekosten über den Flächenanteil des Arbeitszimmers bei den Betriebsausgaben zu berücksichtigen.

Nach dem Urteil des BFH sind Renovierungs oder Reparaturaufwendungen, die wie z. B. Schuldzinsen, Gebäude-AfA oder Müllabfuhrgebühren für das gesamte Gebäude anfallen, zwar nach dem Flächenverhältnis aufzuteilen und damit anteilig zu berücksichtigen.
Nicht anteilig abzugsfähig sind jedoch Kosten für einen Raum, der wie im Streitfall das Badezimmer und der Flur der Kläger ausschließlich oder mehr als in nur untergeordnetem Umfang privaten Wohnzwecken dient.
Erfolgen Baumaßnahmen in Bezug auf einen privat genutzten Raum, fehlt es an Gebäudekosten, die nach dem Flächenverhältnis aufzuteilen und anteilig abzugsfähig sind.

Es können in diesem Fall nur Aufwände geltend gemacht werden, die unmittelbar dem Arbeitszimmer zuzuordnen sind.

Das Verfahren wurde allerdings an das Finanzgericht zurückverwiesen, da es noch weitere streitige Aufwendungen (Arbeiten an Rollläden des Hauses der Kläger) gab, zu denen das Finanzgericht keine hinreichenden Feststellungen getroffen hatte.

Quelle und mehr: Bundesfinanzhof, Pressemitteilung Nr. 47 vom 08. August 2019

2019-08-16

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Rostocker Forscher machen Kreditkarten-Betrügern Leben schwer

Forscher vom Lehrstuhl für Systembiologie und Bioinformatik der Universität Rostock haben einen Algorithmus entwickelt, der auch aus seltenen Daten lernt.

Das Besondere an dem Algorithmus ist, dass er Ereignisse vorhersagen kann, die in Datensätzen selten vorkommen, wie z. B. Kreditkartenbetrug, Unfälle oder bevorstehende Herzrhythmusstörungen.

Saptarshi Bej aus Indien hat den Algorithmus entwickelt, mit dem es den Rostockern gelingt, die weltweit führenden Methoden zur Klassifizierung unausgeglichener Datensätze zu übertreffen.

„Wir können die Leistungsfähigkeit unseres Algorithmus nachweisen, in dem wir uns mit öffentlichen Datensätzen aus Wettbewerben messen“, unterstreicht Professor Wolkenhauer, der den Lehrstuhl leitet.

Wie die Rostocker Wissenschaftler das erreicht haben?

Die Antwort scheint einfach und ist dennoch schwer. Der Algorithmus könne lernen und deshalb müsse man ihn trainieren, sagt Saptarshi Bej. Aber wie? Wenn der Algorithmus unterscheiden soll zwischen gut und schlecht, gesund und krank, Betrug oder legal, dann müsse er die Chance haben, beide Fälle gleich gut zu lernen.
„Wenn es aber darum geht, etwas Ungewöhnliches, Seltenes zu erkennen, gibt es nicht viele Lernbeispiele, also unausgeglichene Datensätze “, erklärt der junge Mann. Und das sei ein Problem für Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI). Ziel seiner Methode ist es, die beiden Datensätze auszugleichen, in dem er die Daten für den Ausnahmefall mit dem Algorithmus künstlich vermehrt.

Saptarshi Bej, Algorithmus
Saptarshi Bej hat einen Algorithmus entwickelt, mit dem er bestimmte Ereignisse vorhersagen kann.
Foto: Universität Rostock/Thomas Rahr

„Der Erfolg unseres Algorithmus im internationalen Wettbewerb zeigt inzwischen, dass er sich in unterschiedlichen Bereichen der Wirtschaft und Wissenschaft einsetzen lässt“.
Das dürfe auch für viele Firmen aus Mecklenburg-Vorpommern von Interesse sein, ist der Wissenschaftler überzeugt. Sein Motto: „KI tut gut“. Das wolle sein Team nun in der Praxis beweisen.

Quelle: Presse- und Kommunikationsstelle Universität Rostock

2019-08-15

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Unfallversicherung für Selbstständige

Beim Einstieg in die Freiberuflichkeit oder bei der Gründung eines Unternehmens gibt es vieles zu bedenken und zu beachten. Leider kommt dabei der Versicherungsschutz oft zu kurz bzw. wird vernachlässigt.

So wird z. B. übersehen, dass Selbstständige während ihrer Arbeit nicht mehr dem gesetzlichen Unfallschutz unterliegen, sondern sich selbst versichern müssen.
Hat man keine Unfallversicherung abgeschlossen und es kommt zu einem Unfall, können Verdienstausfall, medizinische Rehabilitation und andere Kostenfaktoren schnell zu einem existenziellen Problem werden.

Das Wichtigste: Was wird im Falle eines Unfalls aus dem Geschäft bzw. dem Betrieb?

Wenn Selbständige monatelang im Krankenhaus liegen müssen und sich nicht mehr um ihr Gewerbe kümmern können, kann das ihre Existenz kosten – vor allem, wenn sie Soloselbstständige sind. Hinzu kommt: Krankenversicherungen übernehmen zwar grundsätzlich auch die Kosten im Falle eines Unfalls, in der Regel allerdings nur solche Kosten, die während einer Behandlung entstehen, auch wenn es in Einzelfällen zu Überschneidungen bei einzelnen Leistungen kommen kann (z. B. Krankenhaustagegeld).

Deshalb sollte man sich als Selbstständige bzw. Selbstständiger einen umfassenden Unfallversicherungsschutz zulegen, zumal die Kosten dafür überschaubar und auch individuell anpassbar sind (Die Höhe der Beiträge richtet sich nach der gewählten Versicherungssumme, den gewählten Leistungen und der Gefahreneinstufung des Berufs).

Versichern Sie so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig!

Durch die Unfallversicherung werden Leistungen wie medizinische, berufliche und soziale Rehabilitation als Folge von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten abgedeckt. Je nach Vertrag können auch Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes während der Rehabilitation und eine Entschädigung durch Rente bei geminderter Erwerbsfähigkeit ergänzen gezahlt werden.

Die Absicherung kann zumindest über die gesetzliche Unfallversicherung (zuständig: jeweilige Berufsgenossenschaft, je nach Branche gibt es hier sogar eine Versicherungspflicht) erfolgen, die bei Wege- und Arbeitsunfällen neben der Rehabilitation auch für eine eventuelle berufliche Wiedereingliederung aufkommt.

Ergänzend sollte eine private Unfallversicherung abgeschlossen werden, die wiederum andere Bereiche abdeckt, wie z. B. Unfälle im privaten Bereich außerhalb der Arbeitszeiten (Wichtig: Immer mehrere Angebote einholen und darauf achten, dass diese dem individuellen Bedarf entsprechen).

Tipp: Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass zum freiwilligen Versicherungsschutz von Selbstständigen auch immer eine Berufsunfähigkeitsversicherung gehören sollte. Diese springt ein, wenn man aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls nicht mehr in der Lage ist, seinen Beruf auszuüben und verhindert so erhebliche Einkommenseinbußen.

Welche Versicherungen für Selbstständige noch sinnvoll und notwendig sein können, wird übersichtlich und gut erläutert dargestellt in der kürzlich aktualisierten Ausgabe der “GründerZeiten Nr. 5 Versicherungen“.

2019-08-15

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Bundesländer-Ranking: Wo die meisten IT-Fachkräfte arbeiten

Hamburg ist das Bundesland mit der größten Dichte an IT-Spezialisten. Im hanseatischen Stadtstaat arbeiten 4,1 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten als Informatiker oder in anderen ITK-Berufen.

Das ist ein Anstieg von 0,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr und bedeutet im Bundesländer-Ranking unverändert den Spitzenplatz. Dahinter gab es einen Positionswechsel: Berlin (3,2 Prozent, +0,2 Punkte) zog an Hessen (3,1 Prozent, +0,1) vorbei und belegt jetzt Platz zwei. Abgeschlagen auf dem letzten Platz liegt Mecklenburg-Vorpommern (0,9 Prozent, ±0), davor rangieren Brandenburg und Sachsen-Anhalt (jeweils 1,0 Prozent, ±0).

Das teilt der Digitalverband Bitkom mit. „IT-Spezialisten sind in allen Branchen ein entscheidender Faktor für den Unternehmenserfolg“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Neue digitale Geschäftsmodelle, Technologien und Prozesse machen überall IT-Know-how unentbehrlich und steigern die Nachfrage nach IT-Fachkräften. Die meisten Jobs gibt es in den Großstädten und in den strukturstarken Regionen.“

Bundesweit gibt es 802.318 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Informatik- und anderen ITK-Berufen, das sind knapp 46.864 mehr als im Vorjahr (+6,2 Prozent). 388.014 sind in IT- und Telekommunikationsunternehmen beschäftigt, die übrigen arbeiten in anderen Branchen. Absolut gesehen gibt es die meisten sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in ITK-Berufen in Bayern (165.713), wo etwa jeder fünfte deutsche IT-Experte arbeitet. Ähnlich hoch ist die Zahl in Nordrhein-Westfalen (162.219), gefolgt von Baden-Württemberg (142.290).
In Mecklenburg-Vorpommern gibt es dagegen nur knapp 5.118 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in ITK-Berufen.

Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten
in ITK-Berufen nach Bundesland

Bundesland Anteil absolute Zahl
Hamburg 4,1 % 40.131
Berlin 3,2 % 7.126
Hessen 3,1 % 81.048
Baden-Württemberg 3,0 % 142.290
Bayern 3,0 % 165.713
Bremen 2,6 % 8.736
Nordrhein-Westfalen 2,4 % 162.219
Saarland 2,0 % 7.636
Niedersachsen 1,8 % 52.199
Rheinland-Pfalz 1,6 % 23.268
Sachsen 1,6 % 25.794
Schleswig-Holstein 1,5 % 14.963
Thüringen 1,2 % 9.828
Sachsen-Anhalt 1,0 % 8.150
Brandenburg 1,0 % 8.099
Mecklenburg-Vorpommern 0,9 % 5.118
Deutschland 2,4 %802.318

Hinweis zur Methodik: Basis der Angaben sind Daten der Bundesagentur für Arbeit zu sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland zum Stichtag 30.06.2018. Für Angaben zu IT-Experten beziehungsweise Informatikern wurde die Berufsgruppe 43 ausgewertet.

Quelle: Pressemitteilung Bitkom

2019-08-14