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Online-Meeting statt Dienstreise: Unternehmen könnten 8,3 Mrd. Euro sparen

Digitale Technologien wie Videokonferenzen helfen, Distanzen zu überbrücken und schneller zu kommunizieren. Würden mehr Unternehmen diese einsetzen, um Dienstreisen zu ersetzen, könnte die deutsche Wirtschaft 8,3 Milliarden Euro im Jahr einsparen – zumindest in der Theorie. Geschäftsreisen sind teuer, und sie werden zukünftig insgesamt noch teurer: 51,6 Milliarden Euro hat die deutsche Wirtschaft 2016 für 183,4 Millionen nationale und internationale Dienstreisen ausgegeben – 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr (VDR, 2017). Der durchschnittliche Preis pro Geschäftsreisendem und Tag stieg in dem Zeitraum um 1,6 Prozent auf 155 Euro. Es ist zu erwarten, dass diese Kosten weiter zunehmen, da für 2018 mit einer weltweiten Steigerung der Preise für Flugtickets, Hotelübernachtungen, und Bodenverkehrsmittel wie Bahn und Taxi gerechnet wird (GBTA, 2017). In Deutschland …

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Deutschland und das schnelle Internet

Deutsche Unternehmen liegen beim schnellen Internet lediglich knapp über dem europäischen Durchschnitt. Wenn sich das nicht bald ändert, verliert Deutschland den Anschluss bei der dringend notwendigen Digitalisierung der Wirtschaft. Wer heute und in Zukunft wirtschaftlich erfolgreich sein will, braucht Bandbreite. Dennoch surfen die Unternehmen in Deutschland größtenteils immer noch relativ langsam: Lediglich 42 Prozent aller Unternehmen mit mindestens 10 Beschäftigten verfügten laut dem Statistischen Bundesamt im Jahr 2017 über einen schnellen Internetanschluss, also über eine vertraglich vereinbarte Datenübertragungsrate von mindestens 30 Megabit pro Sekunde. Im Nachbarland Dänemark liegt der Anteil bei 73 Prozent. Im EU-Vergleich liegt Deutschland weiterhin nur knapp über dem Durchschnitt der 28 Mitgliedstaaten. Zwar ist der Anteil der deutschen Unternehmen mit schnellem Internet 2017 um 4 Prozentpunkte gegenüber …

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Kollege Roboter

Am besten funktioniert ein Produktionsteam, wenn sich die einzelnen Mitglieder in ihren Fähigkeiten ergänzen und auf einander verlassen können. Wie selbst Industrieroboter teamfähig werden können, erforscht Professorin Verena Nitsch an der Universität der Bundeswehr München.

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Fischfälschung auf der Spur

Vom Sauerkraut bis zum Schimmelkäse, von der Salami bis zum Sauerteigbrot – die Techniken, Lebensmittel lange haltbar zu machen, sind Kulturgut und Kulinaristik in Einem. Die Fermentierung von Lebensmitteln wird nicht ohne Grund auch als „Molekulares Niedrigtemperatur-Garen“ bezeichnet. Durch die Veränderung wird nicht nur eine längere Haltbarkeit der Lebensmittel erreicht, sondern auch ein neues Geschmacks- und Aromenspektrum aufgemacht und ein Einfluss auf die gesundheitliche Wirkung von Lebensmitteln genommen. Für Verbraucher und Wissenschaftler gleichermaßen ein hochinteressanter Prozess, den das Max Rubner-Institut auf der IGW 2018, die am 19.1. in Berlin beginnt, präsentiert.

E-Mail mit Hinweis auf Sicherheitsupdate ist gefälscht

„Informationen zum Sicherheitsupdate“ – mit diesen Worten beginnen E-Mails, die aktuell angeblich im Namen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) verschickt werden. Wer eine entsprechende Nachricht im Postfach findet, sollte aufpassen: Ein falscher Klick und Smartphone oder PC sind mit einer gefährlichen Schadsoftware infiziert. Im Zusammenhang mit den kürzlich bekannt gewordenen Sicherheitslücken „Spectre“ und „Meltdown“ beobachtet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aktuell eine SPAM-Welle mit angeblichen Sicherheitswarnungen des BSI. Die Empfänger werden darin aufgefordert, Sicherheitsupdates durchzuführen, die unter einem in der Mail enthaltenen Link abgerufen werden können. Der Link führt zu einer gefälschten Webseite, die Ähnlichkeit mit der Bürger-Webseite (www.bsi-fuer-buerger.de) des BSI aufweist. Der Download des angeblichen Updates führt zu einer Schadsoftware-Infektion des Rechners oder Smartphones. …

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Gesetzlicher Mindestlohn – Was kann mit einberechnet werden?

Fragen zum gesetzlichen Mindestlohn tauchen in der beruflichen Praxis immer wieder auf. Denn auch wenn die Höhe (derzeit 8,84 € brutto) klar definiert ist: Was gehört in die Berechnung des Stundenlohns und was nicht? Dazu nachfolgend drei Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichts (BAG). 1. Anwesenheitsprämie Das Bundesarbeitsgericht befasst sich mit Urteil vom 11.10.2017 – 5 AZR 621/16 – mit der Frage, ob Anwesenheitsprämien auf den gesetzlichen Mindestlohn anzurechnen sind. Es bejaht die Rechtsfrage. Die Anwesenheitsprämie ist unter bestimmten Umständen mindestlohnwirksam. Doch setzt die „Anrechnung“ von Sonderzahlungen auf den gesetzlichen Mindestlohn voraus, dass die für eine geleistete Arbeitsstunde vertraglich vereinbarte Grundvergütung nicht ausreicht, den Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn zu erfüllen. Nur in diesem Fall entsteht nach § 3 MiLoG ein Differenzanspruch, der mit mindestlohnwirksamen …