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Generationenwechsel im Mittelstand

In den kommenden Jahren rollt eine Nachfolgewelle über den Mittelstand hinweg. Bis zum Jahr 2022 planen über eine halbe Million der Inhaber von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) eine Unternehmensnachfolge. Für rund 100.000 Unternehmen wird die Zeit knapp. Dort soll die Nachfolge bis Ende 2019 umgesetzt werden – ein Nachfolger ist aber noch nicht gefunden oder mit der Suche ist noch nicht begonnen worden. Das zeigt eine Sonderauswertung des KfW-Mittelstandspanels. Das „Gesicht“ des Mittelstands wird sich verändern. Dazu tragen auch geplante Stilllegungen bei. Für jeden siebten Inhaber ist die Aufgabe des eigenen Unternehmens eine Option, für viele die einzige. Dabei favorisieren größere KMU fast immer eine Nachfolge, Kleinstunternehmen nur zur Hälfte. Sie wollen achtmal häufiger stilllegen. Das Management des Generationenwechsels wird …

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Unternehmensnachfolge – die Herausforderung wächst

Mit dem DIHK-Report zur Unternehmensnachfolge legt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag eine Einschätzung der IHK-Organisation zur Nachfolgesituation im deutschen Mittelstand vor. Der aktuelle Report zum Thema stimmt nachdenklich. Insgesamt 6.654 Senior-Unternehmer ließen sich 2016 bei ihrer Industrie- und Handelskammer (IHK) zum Thema Betriebsübergabe beraten, 2.947 davon hatten bis dato keinen passenden Nachfolger gefunden: „Die Unternehmensnachfolge wird für viele Betriebsinhaber zur sprichwörtlichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen”, kommentierte DIHK-Präsident Eric Schweitzer die Ergebnisse der Umfrage gegenüber der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”. „Noch nie haben sich so viele Alt-Inhaber bei der Suche nach einem Nachfolger für ihren Betrieb an ihre regionale Industrie- und Handelskammer gewandt.” Das Problem: „Immer mehr Inhaber erreichen das Ruhestandsalter. Gleichzeitig wird es immer schwerer, externe Interessenten zu finden – …

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Gründen mit Kindern: Mompreneurs bringen Familie und Beruf unter einen Hut

Wie sich die Gründungsprojekte von Frauen und Männern unterscheiden, wurde mittlerweile oft untersucht. Dass es auch unterschiedliche Typen von Gründerinnen gibt, blieb allerdings weitgehend unbeachtet. Mompreneurs: Kinder machen den Unterschied Wie sich herausgestellt hat, ist ein Merkmal für die Typisierung besonders wichtig: Kinder. So genannte „Mompreneurs“, also Gründerinnen mit minderjährigen Kindern im Haushalt, unterscheiden sich von Gründerinnen ohne Kinder zum Teil deutlich. Im Durchschnitt der letzten 5 Jahre waren gut vier von zehn Gründerinnen Mompreneurs, dies entspricht rund jeder fünften Existenzgründung insgesamt. Zuletzt erfolgte jede sechste Gründung durch Mompreneurs, ihre Anzahl belief sich 2016 somit auf 105.000. Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Mompreneurs von besonderer Bedeutung Mompreneurs gründen seltener zur Umsetzung einer Geschäftsidee (41 %) als Gründerinnen ohne Kinder (50 …

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Gründerin und Nachfolgerin vor und hinter der Kamera

Ein Neubrandenburger Familienbetrieb geht die Nachfolge – einen mächtigen Meilenstein in der Unternehmensentwicklung langfristig an: Christine Stöhr gibt ihr Fotostudio über einen Zeitraum von zehn Jahren Schritt für Schritt in die Hände von Tochter Dörthe Nippe-Stöhr ab. Die Inhaberin hat selbst schon Firmenübergänge miterlebt und weiß daher, was auf sie zukommt. Nach Schätzungen von Wirtschaftsverbänden und Politik steht bis 2025 voraussichtlich in rund 23.000 Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern eine Regelung der Nachfolge an. Da aber nicht jeder Betrieb in einen intern geregelten Nachfolgeprozess eintritt, wird mit einer Größenordnung von etwa 10.500 Firmen gerechnet, die um eine Übergabe an neue Besitzer nicht herum kommen. Unternehmensnachfolge erfolgreich regeln Die Regelung der Nachfolge für den eigenen Betrieb gehört zu den schwierigsten Aufgaben, denen man sich …

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Brauchen wir interessensneutrale Matching-Plattform für Nachfolger?

Jedes Jahr benötigen allein altersbeding über 1100 Unternehmen in Sachsen einen neuen Chef. Laut der Studie „Unternehmensnachfolge in Sachsen“ der HHL Leipzig Graduate School of Management streben Firmen im Freistaat im Gegensatz zum Bundesdurchschnitt eher seltener eine familieninterne Lösung an. Allarmierend: Nur 22 Prozent der Unternehmer haben laut der Studie für dieses Szenario einen Nachfolgeplan aufgestellt.
Wo sind die Nachfolger?