Warentest, Arbeitsvertrag, Arbeitsverträge, Bewertungsdarstellung

Kostenlose Muster-Arbeitsverträge

Die nachfolgenden Muster-Arbeitsverträge dienen als Formulierungshilfen und sollten den individuellen Erfordernissen entsprechend angepasst werden.
Die bloße Übernahme von Vertragsmustern ist in der Regel nicht geeignet, den rechtlichen und individuellen Erfordernissen gerecht zu werden.
Es besteht daher auch kein Haftungsanspruch gegenüber dem Projektträger bzw. dem Verfasser.

Bitte beachten: Höherer Mindestlohn ab 01.01.2020!

Ab dem 1. Januar 2020 ist der gesetzliche Mindestlohn von 9,19 Euro auf 9,35 Euro pro Stunde gestiegen.
Die Anpassung der Mindestlohnhöhe erfolgt in regelmäßigen Abständen. Die Erhöhung des Mindestlohns, die entsprechend der allgemeinen Lohnentwicklung in Deutschland erfolgte, wurde von der Mindestlohnkommission festgelegt. Gesetzlich festgeschrieben ist die Höhe des Mindestlohns in der Mindestlohnanpassungsverordnung (MiLoV).

Die Erhöhung des Mindestlohns gilt automatisch für alle Arbeitnehmer! 
Arbeitgeber sollten deshalb Arbeitsverträge dahingehend prüfen, ob alle Vorschriften des Mindestlohngesetzes (MiLoG) eingehalten werden.
So  kann es durch die Erhöhung des Mindestlohns  durchaus passieren, dass aufgrund des aktuellen monatlichen Gehaltes und/oder der festgelegten Stundenzahl der Mindestlohn unterschritten wird. (z. B.: Ein bisher „ausreichendes“ monatliches Gehalt in Höhe von 1.690,96 € liegt ab dem 01.01.2020 in Monaten mit 23 Arbeitstagen unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn!  Denn: 23 Tage x 8 Stunden/Tag (= 184 Arbeitsstunden) x 9,35 €/Stunde = 1.720,40 € Mindestlohn).

Hingewiesen sei auch auf die Möglichkeit, ein verstetigtes Gehalt zu zahlen. Dabei wird eine durchschnittliche Stundenzahl von 173,33 im Monat angesetzt, sodass ein Mindest-Monatsgehalt von 1.620,67 € bei 9,35 €/Stunde gezahlt werden muss. Allerdings ist hier zu beachten, dass es diese Regelung nicht zurzeit noch nicht rechtssicher ist und eine Anerkennung durch die entsprechenden Kontrollorgane nicht garantiert ist.
Deshalb ist in dem Fall dringend anzuraten, ein Stundenkonto zu führen, damit zumindest nachgewiesen werden kann, dass das Jahresgehalt den Mindestlohn garantiert.

Besonders wichtig ist die Kontrolle/Anpassung bei geringfügig Beschäftigten!
Denn bei gleich bleibender Stundenzahl steht diesen Arbeitnehmern ein höherer Lohn zu, durch den eventuell die 450 €-Grenze beim Verdienst überschritten wird. In dem Fall werden Mini-Jobber zu Midi-Jobbern und es gelten andere gesetzliche Regelungen (z. B. Zahlung von Steuern,…).
Man sollte also mit den Arbeitnehmern klären, ob die Stundenzahl entsprechend verringert wird oder das Arbeitsverhältnis in einen Midi-Job umgewandelt werden soll. 
Ebenso kann die Verdienstgrenze bei Midi-Jobbern überschritten durch den erhöhten Stundensatz überschritten sein! Mehr Informationen zum Thema erhält man bei der Minijob-Zentrale.

Minijober
Foto: Ralph Schipke
Musterarbeitsverträge

(Hinweis: Eine Anpassung der betroffenen Musterarbeitsverträge bezüglich des neuen Mindestlohns mit Stand 01.01.2020 ist erfolgt.)

(„Sonderfall“ Arbeit auf Abruf: siehe GründerNews vom 07.01.2020)

Stand: 07.01.2020