Beteiligungen, Zuschüsse und Zulagen

Beteiligungen können zur Aufstockung von Eigenanteilen an einer Finanzierung  herangezogen werden. Wenn sie von öffentlichen Geldgebern kommen – KfW, Beteiligungsbanken in den Ländern – unterliegen sie dem Hausbankprinzip. Öffentliche Beteilungen  laufen über einen Zeitraum von zehn bis 12 Jahren. Es wird ein nicht unerhebliches Beteiligungsentgelt erhoben. Existenzgründer sollten auch im privaten und geschäftlichen Umfeld nach Beteiligungsgebern suchen.
Für Investitionsfinanzierungen im produzierenden Bereich und in den produktionsnahen Dienstleistungen sowie dem Tourismus können Zuschüsse aus dem Programm „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ beantragt werden. Hier werden  die Anschaffungskosten der Investitionen in bewegliche und bauliche Investitionen bezuschusst. Ist das Vorhaben mit einem Förderkredit finanziert, muss jedoch der Zuschuss in der Regel als Sondertilgung für den Kredit eingesetzt werden.
Zuschüsse sind zu versteuernde Betriebseinnahmen.
Investitionszuschüsse sind beim Landesförderinstitut vor Beginn der Investitionsmaßnahme direkt vom Vorhabenträger  zu beantragen. Nach der Beantragung kann mit dem Investitionsvorhaben auf eigenes Risiko begonnen werden.
Die Investitionszulage ist nur noch für Existenzgründungen und Unternehmen im produzierenden Bereich und in den produktionsnahen Dienstleistungen von Interesse.  Hier geht es um Zulagen zu den Anschaffungskosten neuer beweglicher Wirtschaftsgüter in den neuen Bundesländern. Die Investitionszulage wird im Frühjahr für das vergangene Jahr beim zuständigen Finanzamt beantragt. Unternehmen die zu den zulageberechtigten Branchen gehören haben einen Rechtsanspruch auf die Zulage. Die Zulage muss nicht versteuert werden.

Existenzgründer sollten sich rechtzeitig vor Beginn ihres Vorhabens über die aktuelle Situation und die Förderpraxis informieren, da in diesem Bereich bedingt durch die Haushaltslage und  inhaltliche Schwerpunktsetzungen  Änderungen immer möglich sind.

Die Gesamtfinanzierung eines Vorhabens sollte möglichst ohne Zuschüsse und Zulagen gesichert sein. Dies vor allem auch weil die Investitionen zuerst getätigt und bezahlt sein müssen und nur mit dem Nachweis bezahlter Rechnungen die Zuschüsse und Zulagen abgefordert werden können.

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