Kommanditgesellschaft (KG):

Bei der finanziellen Beteiligung eines oder mehrerer Kapitalgeber an einer Personengesellschaft kann die KG die richtige Wahl sein.
Im Unterschied zur GbR oder OHG, bei denen die Rechtsposition der Gesellschafter zueinander völlig identisch ist (alle Gesellschafter haften unbeschränkt und haben entsprechend den gesetzlichen Regelungen die gleichen Rechte und Pflichten), besitzen die Gesellschafter einer KG unterschiedliche Haftungsverpflichtungen sowie damit einhergehend unterschiedliche Rechte und Pflichten hinsichtlich der Geschäftsführung.
§161 HGB besagt, dass (mindestens) ein Gesellschafter, der sog. Komplementär (Vollhafter), für die Schulden der Gesellschaft unbeschränkt haften muss. Dafür hat dieser Komplementär auch die alleinige Geschäftsführungs- und Vertretungsbefugnis und sämtliche Kontrollrechte. Gibt es mehrere Komplementäre, so führen alle gemeinschaftlich, es sei denn, die einzelvertragliche Regelung sieht etwas anderes vor.
Daneben muß die KG mindestens einen sog. Kommanditisten (Teilhafter) haben, dessen Haftung auf die Einlage begrenzt ist.
Der bzw. die Kommanditisten sind in die Unternehmensführung nicht involviert, haben aber das Recht zur Büchereinsicht (Kontrollrecht) und ein Widerspruchsrecht, das bei Handlungen über die gewöhnliche Geschäftstätigkeit (z. B. Grundstückserwerb)  hinaus geht und sie sind am unternehmerischen Erfolg beteiligt.
Die Gründung der KG verläuft wie bei der OHG: Die Anmeldung zum Handelsregister durch alle Gesellschafter ist Pflicht. Alle persönlich haftenden Gesellschafter (auch die beschränkt haftenden) müssen namentlich und mit der Höhe ihrer Einlage eingetragen werden. Kommanditisten müssen nur gemäß ihrer Anzahl benannt werden. Der einzutragende Firmenname besteht aus dem Nachnamen eines Komplementärs und dem Zusatz KG.
Die Kosten, die für die Eintragung ins Handelregister entstehen, sind abhängig von der Höhe des Einheitswertes der KG und betragen, wie bei der OHG, mindestens 100 Euro.
Auch die KG kann unter ihrem Firmennamen bestimmte Rechte erwerben und Pflichten eingehen. Dieses kann allerdings nur durch den vertretungs-berechtigten Gesellschafter nach außen wirksam geregelt werden.
Die KG stellt ein probates Mittel dar, Kapital zu akquirieren, ohne eine Bank einzuschalten. Die Kommanditisten können auch aus dem Bekannten- und Verwandtenkreis des Unternehmers kommen und gehen ein kalkulierbares Risiko ein. Die KG muss ins Handelsregister eingetragen werden; es besteht die Pflicht zur kaufmännischen Buchführung und zur Bilanzierung. Eine Sonderform der KG ist die GmbH & Co.KG. Hier ist zur persönlichen Haftungsbeschränkung der Unternehmer der Komplementär eine Kapitalgesellschaft.
Die Gründung und das Führen einer Kapitalgesellschaft ist in der Regel aufwendiger als bei Personengesellschaften. Der Eintrag ins Handelsregister mit notarieller Mithilfe, kaufmännische Buchführung und Bilanzierung sind zwingend vorgeschrieben wie auch Mindestkapital. Ebenso entfällt der Freibetrag von 24.500.- € für die Gewerbesteuer.