Lebensversicherung

Bei der Lebensversicherung unterscheidet man zwei verschiedene Versicherungsformen: die Risikolebensversicherung und die Kapitallebensversicherung.

Die Risikolebensversicherung dient der Absicherung der Angehörigen im Todesfall. Dabei kann die Versicherungssumme individuell den Bedürfnissen angepasst werden. Stirbt die versicherte Person, wird die Versicherungssumme an die berechtigten Personen ausgezahlt. Wer keine Angehörigen hat, braucht im Extremfall alles, was nach seinem Tod passiert, nicht beachten und also auch keine Vorsorge treffen. Im Allgemeinen ist es aber üblich, dass zumindest finanzielle Verpflichtungen gegenüber Banken über Lebensversicherungen gedeckt sind. Wer Angehörige hat, sollte die Höhe seiner Versicherungssumme so wählen, dass nach dem Tod alle Verpflichtungen aus der Selbständigkeit getilgt werden können und die Familie ihre grundlegenden Bedürfnisse decken kann. Vorteil der Risikolebensversicherung ist, dass die Beiträge im Vergleich zur Versicherungssumme relativ gering sind.
Die Kapitallebensversicherung hat zwei Funktionen. Zum Einem dient sie wie die Risikolebensversicherung der Absicherung der Angehörigen im Todesfall. Zum Anderen bietet sie die Möglichkeit der Kapitalbildung. Die Beiträge sind im Vergleich zur Risikolebensversicherung höher, da ja neben der Todesfallabsicherung ein Teil der Beiträge zur Vermögensbildung eingesetzt wird. Im Erlebnisfall bekommt der Versicherungsnehmer die erwirtschafteten Erträge aus seinem Versicherungsvertrag ausgezahlt. Diese Erträge bestehen aus zwei Komponenten und zwar der vertraglich festgelegten Versicherungssumme und den erwirtschafteten Überschüssen. Die vertraglich festgelegte Versicherungssumme errechnet sich aus den gezahlten Beiträgen und der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestverzinsung und stellt das Minimum dar, das im Erlebnisfall ausgezahlt wird. Die erwirtschafteten Überschüsse kommen aus den durch die Versicherungen erwirtschafteten zusätzlichen Kapitalerträgen. Die Versicherungsnehmer werden an diesen zu mindestens 90 Prozent beteiligt. Wie hoch dieser Bestandteil der Versicherungssumme ist, kann aber bei Vertragsabschluss nicht gesagt werden, da er von sehr vielen Faktoren auf wirtschaftlicher und politischer Ebene abhängt. Aufgrund der kapitalbildenden Funktion ist die Kapitallebensversicherung auch zur privaten Altersvorsorge geeignet.