Unfallversicherung

Unfälle können sowohl im geschäftlichen als auch im privaten Bereich auftreten.  Um die finanziellen Folgen eines Unfalls zu minimieren, ist der Abschluss einer Unfallversicherung sinnvoll.

Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: die gesetzliche und die private Unfallversicherung.
Bei der gesetzlichen Unfallversicherung über die Berufsgenossenschaften sind die Unfallrisiken bei der Arbeit abgesichert. Mitarbeiter müssen bei der zuständigen Berufsgenossenschaft angemeldet werden. Je nachdem, was die zuständige Berufsgenossenschaft in ihrer Satzung festgelegt hat, sind Selbständige pflichtversichert oder haben die Möglichkeit, freiwillig Versicherter einer Berufsgenossenschaft zu sein. Die gesetzliche Unfallversicherung gibt Geld- und Sachleistungen im Falle eines Arbeitsunfalls, eines Wegeunfalls auf dem direkten Arbeitsweg oder einer Berufskrankheit an den Geschädigten und seine Angehörigen.

Bei einer privaten Unfallversicherung sind sowohl betriebliche als auch private Unfallrisiken abgesichert. Bleibt bei einem Unfall ein dauerhafter Schaden zurück, wird eine Invaliditätsleistung fällig. Zum Einen richtet sich die Höhe der Leistung  nach dem Grad der Invalidität. Über die so genannte Gliedertaxe ist jeder möglichen Verletzung ein bestimmter Invaliditätsgrad zugeordnet. Zum Anderen richtet sich die Leistung nach der vereinbarten Versicherungssumme. Eine dritte Möglichkeit ist die Vereinbarung einer Progression, um bei besonders schweren Verletzungen die Versicherungsleistung zu erhöhen. Mit steigendem Unfallschaden erhöht sich die ausgezahlte Versicherungssumme um den jeweiligen Progressionssatz. Bei einer Invalidität von z. B.  70 % und einer vereinbarten Versicherungssumme von 100.000 € werden 70.000 € ausgezahlt. Wurde zusätzlich noch eine Progression vereinbart und beträgt diese als Beispiel 200 %, so werden jetzt 140.000 € ausgezahlt.
Über die private Unfallversicherung kann man zusätzlich noch den Todesfall bei Unfall, ein Tagegeld und ein Krankenhaustagegeld mitversichern. Beim Todesfall sollte man sich auf eine Grundsumme beschränken, da die Versicherung nur bei Unfall zahlt. Hier empfiehlt sich bei Bedarf der Abschluss einer Lebensversicherung. Die Versicherung von Tagegeld und Krankenhaustagegeld im Rahmen einer Unfallversicherung sollte nur genutzt werden, wenn nicht die Möglichkeit besteht, dieses mit einer Tagegeldversicherung im Rahmen einer Krankenversicherung zu machen.