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Dienstleistungssektor wird internationaler

Der internationale Handel wird von immer mehr kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Dienstleistungssektor als Chance wahrgenommen: Rund 14 Prozent der unabhängigen KMU mit mindestens einem sozialversicherungspflichtig Beschäftigten exportiert. Werden Soloselbstständige und abhängige KMU hinzugezogen, liegt die Exporteurquote bei 11 Prozent. Das sind die zentralen Befunde einer Studie des IfM Bonn, die erstmalig die Auslandsaktivitäten der KMU im Dienstleistungssektor untersucht und dazu die Ergebnisse verschiedener statistischer Quellen (Dienstleistungs- und Umsatzsteuerstatistik, Zahlungsbilanz und Statistik zu Direktinvestitionen sowie IAB-Betriebspanel) zusammengeführt hat. Insgesamt erreichen mindestens 252.000 KMU aus dem Dienstleistungssektor (ohne Finanzsektor) Kunden aus dem Ausland. Zum Vergleich: Im Verarbeitende Gewerbe exportieren 75.000 KMU. Von den Exporteuren des Dienstleistungssektors stammen rund 150.000 aus dem Handelssektor und 100.000 aus anderen Dienstleistungszweigen. Unter letzteren exportiert die …

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Transparenz über EU-Vorhaben für den Mittelstand

48 von insgesamt 108 Vorhaben aus dem Arbeitsprogramm der Europäischen Kommission sind für den Mittelstand besonders wichtig. Dies geht aus dem aktuellen EU-Mittelstandsmonitor hervor, der gemeinsam durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und Wirtschaftsverbände erstellt wurde. Die wichtigsten Vorhaben in 2017 betreffen insbesondere Maßnahmen, die auf eine faire und EU-einheitliche Unternehmensbesteuerung, die Jugend Beschäftigungsinitiative und den Verbraucherschutz abzielen. Auch der Europäische Fonds für strategische Investitionen (EFSI 2.0) betrifft den Mittelstand in hohem Maße. Bundesminister Gabriel: „Häufig verfügen kleine und mittlere Unternehmen nur über beschränkte Möglichkeiten, sich ausreichend und frühzeitig über die Vorhaben der EU zu informieren. Unser Mittelstandsmonitor setzt genau hier an und schafft Abhilfe, indem er für mehr Transparenz und eine bessere Übersicht über EU-Regelungsvorhaben sorgt.“ Die in …

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Deutscher Mittelstand ist auf ausländische Mitarbeiter angewiesen

Fast drei Viertel der mittelständischen Arbeitgeber haben ausländische Beschäftigte. EU-Arbeitsmarkt für Mittelstand am wichtigsten, doch gezielte eine Rekrutierung auch aus Nicht-EU-Staaten nimmt Fahrt auf.  250.000 Arbeitsplätze im Mittelstand wurden in den vergangenen 5 Jahren mit Flüchtlingen besetzt – aber selten als Fachkräfte. Ausländische Mitarbeiter sind in deutschen Unternehmen alles andere als eine Ausnahmeerscheinung: Laut heute veröffentlichter Beschäftigungsstatistik der Bundesarbeitsagentur arbeiten hierzulande 3,1 Millionen Ausländer in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen – und zwar nicht nur in den großen Firmen, sondern auch im Mittelstand, wie eine aktuelle repräsentative Analyse von KfW Research auf Basis des KfW-Mittelstandspanels belegt. Drei von vier kleinen und mittleren Arbeitgebern haben demnach ausländische Beschäftigte (73 %), der Großteil von ihnen stammt aus EU-Partnerländern. Selbst Kleinstunternehmen mit bis zu 5 Mitarbeitern sind …

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Mittelstand verzichtet auf Beratung zur Digitalisierung

Nur 18 Prozent der mittelständischen Unternehmen haben bisher Hilfe bei der Gestaltung der digitalen Transformation gesucht. Vor allem der Handel ist zurückhaltend. Die meisten Mittelständler versuchen die Digitalisierung alleine zu bewältigen und holen sich keine Unterstützung von außen. Nur 18 Prozent der Unternehmen mit 20 bis 499 Mitarbeitern haben bereits Beratungsleistungen zur digitalen Transformation des eigenen Geschäfts in Anspruch genommen, gerade einmal 6 Prozent planen das für die Zukunft. Drei Viertel der Mittelständler (75 Prozent) geben an, dass das für sie kein Thema ist. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Unternehmensbefragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Bei den größeren Unternehmen mit 500 oder mehr Mitarbeitern sieht das Bild völlig anders aus: Rund die Hälfte der Unternehmen (49 Prozent) hat zusätzlich zur …

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Mittelstand global unterwegs

Mittelständische industrielle Zulieferer profitieren von der Mitwirkung in globalen Wertschöpfungsketten. Sie partizipieren nicht nur an den Absatz- und Wachstumschancen für das jeweilige Endprodukt, sondern können auch Ressourcenbeschränkungen überwinden, Verbundforschung betreiben und sich zugleich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. Allerdings fühlen sich insbesondere kleinere und wenig diversifizierte Familienunternehmen oftmals einem hohen Wettbewerbsdruck seitens börsennotierter Endhersteller ausgeliefert, die sie kontinuierlich zu Kostensenkungen und zur Übernahme von Innovationsleistungen drängen. „Mittelständische Unternehmen empfinden die Zusammenarbeit mit den großen Endherstellern mitunter als belastend – nicht zuletzt, weil ihre eigene Unternehmenskultur in der Regel auf Vertrauen, Partnerschaft und Langfristigkeit beruht. Besonders ausgeprägt ist dieser Gegensatz in der Automobilindustrie, wie unsere Befragung gezeigt hat“, berichtet Hans-Jürgen Wolter. Unter seiner Leitung hatten Wissenschaftler des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn und …

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„Klare Rahmenbedingungen für mittelständische Unternehmen“

Der Mittelstand wird zunehmend vielfältiger: Neben industriellen Familienunternehmen, Handwerksbetrieben, Handelsunternehmen und Freiberuflern finden sich darunter auch Solo-Selbstständige, Start-ups im IKT-Bereich sowie Gründer, die mehrfach Unternehmen aufbauen und wieder veräußern. Damit sich all diese Unternehmen auch von der Mittelstandspolitik des Bundes und der Länder angesprochen fühlen, sind nach Ansicht des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn klare Rahmenbedingungen sinnvoller als einzelbetriebliche Fördermaßnahmen, die nur eine Minderheit begünstigen und daher keine Breitenwirkung besitzen. Die Länder schaffen Gründerklima „Während der Bund den allgemeinen Ordnungsrahmen vorgibt, verfügen die Länder über erhebliche Spielräume bei der Gestaltung der mittelstandsspezifischen Rahmenbedingungen. Dabei kommt ihnen zu Gute, dass sie die jeweiligen regionalen und kulturellen Besonderheiten besser kennen. In Folge dessen verfügen die Zuständigen auf Länderebene auch über besonders gute Möglichkeiten, …