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„Man muss entscheidungsfreudig sein!“

Den besten Kaffee auf Rügen gibt es laut eines Eintrags beim Bewertungsportal Tripadvisor in Prora. Tino Springer und seine Ehefrau Anja haben hier vor einem Jahr ihren Coffeeshop „Strandläufer“ eröffnet. Sie bieten Kaffeespezialitäten, Kuchen und einen kleinen Imbiss an. Alles hausgemacht. Es läuft besser als erwartet – und das trotz der vielen Baustellen rechts und links im einstigen „Kraft durch Freude“-Komplex der Nationalsozialisten. Es ist ein Montagvormittag im Mai, kurz vor elf Uhr. Auf der Terrasse im Café „Strandläufer“ sind fast alle Plätze besetzt. Tino und Anja Springer flitzen zwischen Tresen und Tischen hin und her. Zeit für ein gemütliches Interview ist nicht. Also wird sich im Vorbeigehen unterhalten. Einige Gäste hören interessiert zu. Anja Springer schmunzelt: „Toll, dass das so …

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Studie über Solo-Selbständige in Deutschland

Seit 2012 nimmt die Zahl der Solo-Selbständigen stetig ab, zugleich nehmen die Einkommen je geleisteter Arbeitsstunde aber deutlich zu. Das ist eines der zentralen Ergebnisse der Untersuchung „Solo-Selbständige in Deutschland – Strukturen und Erwerbsverläufe“. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hatte DIW ECON / DIW Berlin mit der Durchführung beauftragt. In der 55-seitigen Kurzstudie werden Geschlecht, Alter, Berufsausbildung, Arbeitszeit und Einkommen der Solo-Selbstständigen verglichen. Ziel dieser Kurzexpertise war es, die aktuellen Strukturen und die Entwicklung solo-selbstständigen Tätigkeit darzulegen. Hierbei wurden insbesondere die sozio-demografischen Merkmale, die ausgeübten Berufe, die Gründungen und Erwerbsverläufe sowie die Einkommenssituation und Altersvorsorge von Selbstständigen untersucht. Die Expertise kann kostenfrei hier heruntergeladen werden. Die Inhalte dürften für all jene interessant sein, die schon Solo-Selbstständige sind oder sich gründen …

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Handgemachte Unikate aus heimischem Holz

Im Sommer 2015 hat Johanna de Vos den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Die studierte Lehrerin und Kunsthistorikerin stellt Schönes aus Mecklenburger Wertholz her. Wie die Idee ankommt, welche Hürden die junge Frau schon nehmen musste und was sie anderen Gründern rät, erzählt Johanna de Vos in diesem Interview. Sie stellen Schönes aus regionalem Holz her. Natürlich habe ich im Vorfeld auf Ihrer Website und in Ihrem Online-Shop geschmökert und dort einzigartige Servierbretter, Schlüsselhalter und sogar Eierbecher entdeckt. Wie ist die Idee entstanden, solche Produkte anzubieten?  Als ich vor anderthalb Jahren von Antwerpen in die Mecklenburgische Seenplatte zog, musste ich mich auf eine Art neu erfinden. Meinen Job als Kuratorin im Museum konnte ich in dieser Gegend eher nicht weiter ausüben. …

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Studie: Unterstützung für Gründerinnen und Unternehmerinnen

Obwohl der Frauenanteil unter den Selbständigen seit 1991 stetig steigt, liegt er immer noch deutlich unter der Zahl der Gründer und Unternehmer. Im Auftrag der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) untersuchte das IfM Bonn, mit welchen Maßnahmen die Gründungsvorhaben von Frauen in Deutschland erfolgreich unterstützt werden und auf welchen Gebieten noch Handlungsbedarf besteht. Der Beitrag „Supporting Women Entrepreneurs in Germany“ ist im OECD-Bericht „Inclusive Entrepreneurship in Europe. Rapid Policy Assessments of Inclusive Entrepreneurship Policies and Programmes“ erschienen. mehr 23.3.2016

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Nachfolgeproblem bundesweit Thema

Deutsche Familienunternehmen stehen vor einem großen Nachfolgeproblem – die Kinder der Eigentümer wollen lieber selber gründen oder angestellt arbeiten als den elterlichen Betrieb zu übernehmen.  Nur 0,8 Prozent von ihnen wollen nach dem abgeschlossenen Studium direkt die Firma übernehmen. Fünf Jahre nach dem Studium können sich das 4,2 Prozent vorstellen. Die Bereitschaft, den Familienbetrieb weiterzuführen, ist damit in Deutschland noch geringer als im internationalen Durchschnitt: Unter allen Befragten weltweit wollen 3,5 Prozent der Studierenden das Unternehmen gleich nach dem Studium übernehmen. 4,9 Prozent wollen dies fünf Jahre danach tun. Das sind Ergebnisse einer Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young) in Zusammenarbeit mit dem „Center for Family Business“ der Universität St. Gallen, bei der über 34.000 Studenten aus 34 …

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Einwanderer machen sich häufig selbstständig

Der Anteil von Migranten am Gründungsgeschehen ist seit Jahren relativ stabil: Rund jeder fünfte Gründer hat eine ausländische Staatsbürgerschaft oder die deutsche Staatsbürgerschaft erst nach der Geburt erworben. Die jährliche Gründerquote von Migranten liegt im Durchschnitt von 2009 bis 2014 bei 1,86 % und somit etwa um ein Zehntel höher als die Gründerquote im Allgemeinen (1,68 %). Zuletzt haben im Jahr 2014 179.000 Migranten eine Existenzgründung umgesetzt. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Sonderauswertung des KfW-Gründungsmonitors, der jährlich erscheinenden repräsentativen Befragung zum Gründergeschehen in Deutschland. Der Arbeitsmarkt spielt für Migranten eine große Rolle bei der Gründungsentscheidung: Sie starten häufiger, weil sie keine attraktivere Erwerbsalternative haben und sind vor der Gründung deshalb auch häufiger arbeitslos. Dennoch schaffen Migranten häufiger und mehr Arbeitsplätze. …